koffer oder rucksack thailand urlaub

Koffer oder Rucksack für den Thailandurlaub – Hilfreiche Tipps für die Wahl des richtigen Gepäckstücks

koffer oder rucksack thailand urlaub

Das Reiseziel steht fest, der Flug ist gebucht, die Freude riesengroß.  
Der Koffer wird gepackt… oder doch lieber der Rucksack?

Eine Frage, dessen Beantwortung vielen eine Erleichterung bringen würde. Die Entscheidung mag gut überlegt sein. Denn die Art und Weise wie du deine Reiseutensilien am besten nach Thailand bringst, hängt von mehreren Faktoren ab. Wer zieht schon gerne einen Koffer durch lange, holprige Straßen oder müht sich bei einem Hotelurlaub mit einem Rucksack zwischen Flughafen und Unterkunft ab?

Maßgebend ist somit unter anderem die Art deines Urlaubes. Ob Koffer oder Rucksack ist auch eine Typ Sache und eine Frage dessen, worauf man Wert legt und was zu einem selbst passt. Genießt du deine Tage am Strand bzw. in einem Hotel ohne oft die Unterkunft zu wechseln oder hast du vor quer durch Thailand zu reisen und womöglich jede Nacht in einem anderen Hotel zu verbringen? Reist du viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder eher wenig und in erster Linie mit dem Taxi?

Welche Vorstellung spricht dich mehr an?

Szenario Nummer 1: Du kommst bei deinem Abflughafen an. Deinen Rucksack trägst du lässig am Rücken. Deinen zweiten kleineren Rucksack hast du in einer Hand gemeinsam mit deinem Ticket und in der anderen dein Telefon um die letzten Urlaubsglückwünsche und Verabschiedungen in Empfang zu nehmen. Am Zielflughafen den Rucksack wieder locker auf den Rücken gepackt, beginnt dein Trip. Die Stufen rein in die öffentlichen Verkehrsmittel, viele Leute und entsprechendes Gedränge. Du hast die Hände frei um dich festzuhalten. Das Szenario rein-raus in Bus oder Zug wird sich einige Male wiederholen bis es wieder ab nach Hause geht. Du denkst: „Zum Glück muss ich mich nicht mit einem Koffer abschleppen und ihn mühsam die Stufen hoch hieven. Ein Koffer wäre für diesen Trip die unpassendere Wahl gewesen.“

Szenario Nummer 2: Du kommst bei deinem Abflughafen an. Deinen Koffer schiebst du lässig neben dir her. Dein Handgepäckstück passt bestens auf den Koffer und du hast beide Hände frei. In einer das Ticket, in der anderen dein Telefon um die letzten Urlaubsglückwünsche und Verabschiedungen in Empfang zu nehmen. Am Zielflughafen freust du dich, wie schnell und einfach du mit deinem Koffer wieder Reise bereit bist. Am Weg raus steigst du in ein Taxi und der nette Fahrer ladet deinen Koffer in sein Auto ein. Am Wegrand siehst du einige Reisende mit ihren Rucksäcken, die in Busse einsteigen. „Zum Glück muss ich mich nicht so abschleppen“, denkst du dir und genießt die angenehme Fahrt ins Hotel.

Wie du siehst ist die Frage ob Koffer oder Rucksack eine Frage danach, wie du deine Reise so leicht und angenehm wie möglich gestaltest.

Ganz allgemein ist zu sagen, dass Koffer sowie Rucksack durch die eingesetzten Materialien sehr belastungsfähig und strapazierfähig sind- vorausgesetzt man greift nicht zum günstigsten Modell das man findet. Der Rucksack bzw. der Koffer für den du dich entscheidest wird dich womöglich sehr lange begleiten.

Deshalb nun konkret zu den Vor- und Nachteilen der beiden Gepäckarten.

1. Ordnung

Der Koffer lässt sich geöffnet leicht und ordentlich packen. Es gibt Netze und Gurte, die für Ordnung sorgen. Der Koffer ist durch Trennwände in 2 Kammern geteilt, was zusätzlich Überblick schafft. Du weißt, wo du was verstaut hast und findest alles dank der guten Übersicht leicht wieder. Das Öffnen des Koffers ermöglicht dir alles griffbereit zu haben. Deine Kleidung ist schön gefaltet und durch die Machart eines Reisekoffers bleiben deine Kleidungsstücke knitterfreier als in einem Rucksack. Vor Ort packst du deinen Koffer vielleicht aus und ordnest deine Sachen im Kleiderschrank und dem Badezimmer. Vielleicht lässt du sie aber auch im Koffer, da du alles schnell griffbereit hast.

Ordnung zu behalten ist auch in einem Rucksack möglich. Ein Rucksack mit mehreren Fächern bzw. Taschen ist dabei eine gute Wahl, wenn man sich daran erinnert in welcher Tasche was verstaut ist. Beim Rucksack ist ein gutes Packsystem somit eine Sache, die das Leben erleichtert. Besonders bei vielen unterschiedlichen Aufenthalten, wenn er oft ein- und ausgepackt werden muss. Du weißt sofort, ob du vergessen hast etwas einzupacken. Um die Handlichkeit zu erhöhen haben manche Rucksäcke einen zusätzlichen Reißverschluss vorne, durch den man nicht den gesamt Inhalt herausnehmen muss, sollte man die Jeans brauchen, die ganz unten verstaut ist. Auch wenn du nur 1-2 Nächte in einem Hotel verbringst, musst du womöglich dennoch den gesamten Inhalt(siehe auch meine Packliste für den Thailandurlaub) auspacken um an alle benötigten Gegenstände zu kommen. Im Rucksack empfiehlt es sich seine Kleidungsstücke zu rollen um einerseits den zur Verfügung stehenden Platz optimal zu nutzen und andrerseits die Kleidungsstücke möglichst knitterfrei zu halten.

Für beide gilt: Flüssigkeiten, wie Kosmetika, am besten in einer wiederverschließbaren Plastiktüte oder einer kleinen Drybag* verstauen und so in den Koffer/ den Rucksack geben. Sollte sich die Sonnencreme aufgrund des Drucks zusätzlicher Gepäckstücke im Flugzeug in deinem Rucksack verteilen, bleibt alles schön in der Drybag und nicht auf deiner gesamten Kleidung.

2. Transport und Flexibilität

Der Reisekoffer hat den Vorteil, dass du ihn nicht tragen musst. Durch die Rollen folgt er dir auf Schritt und Tritt. Wenn da nur nicht die Stufen wären und diese unebene Straße! Bei diesen Gegebenheiten liegt der Rucksack klar im Vorteil. Bei vielen Fahrten mit dem Bus oder Zug ist wie oben bereits erwähnt der Rucksack sehr praktisch. Dieser wiederum kann sehr schwer werden, je nachdem, wie viel du eingepackt hast. Personen mit Rückenleiden greifen wohl der Gesundheit zuliebe eher zu einem Koffer. Beim Koffer lohnt es sich nach dem Eigengewicht zu fragen. Je leichter, umso mehr Kleidung kann man mitnehmen ohne Aufpreis bei der Gepäckabgabe am Flughafen zu bezahlen.
Bist du mit dem Koffer unterwegs ist eine Hand immer beschäftigt. Nämlich damit, den Koffer zu ziehen oder zu schieben.

3. Bequemlichkeit

Nun das ist mehr eine Frage der Definition. Ist es bequemer für dich beide Hände frei zu haben und für alle eventuellen Hürden auf Straßen gewappnet zu sein? Dann nimm den Rucksack. Oder bedeutet Bequemlichkeit für dich das Gewicht deines Gepäcks nicht zu spüren? Dann ist der Koffer besser geeignet. Für größere Bequemlichkeit sind beim Koffer auf jeden Fall die Modell mit 4 Rollen vorzuziehen.

4. Preis und Ausstattung

Reisekoffer gibt es in vielen Größen, Farben und Materialien. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Manche haben 2 Rollen und manche haben 4. Die Größe wählst du am besten nach der Länge deines Urlaubes und danach, ob du viel Kleidung mitnimmst oder doch eher minimalistisch reist. Bei einem Volumen von 50 bis 70 Litern ist jede Menge Platz. Ein farblich auffälliger Koffer hat den Vorteil, dass er am Förderband des Flughafens leicht wieder zu erkennen ist. Ein 60 Liter Koffer wiegt im Durchschnitt 4,5kg. Die Preise variieren stark nach Marke und Größe. Es gibt jedoch auch gute, stabile Koffer, die aus leichtem Material gefertigt werden. Deren Eigengewicht liegt in etwa bei 3,5kg. Meine Empfehlung ist ein Koffer der Marke Samsonite, ich selbst nutze seit Jahren für geschäftliche und private Reisen den Samsonite Aeris Comfort Spinner 82 cm*. Samsonite bietet 5 Jahre Garantie und bei manchen Modellen ist die Garantie sogar lebenslang.

Preisgünstige Alternative zu Samsonite sind die Koffer der Firma Saxonite*, die zudem den Vorteil haben recht auffällig zu sein, so dass sie am Gepäckband
einfach zu finden sind.

Rucksäcke gibt es ebenfalls in unterschiedlichen Größen, Farben und Materialien. Ein wasserdichtes Material ist empfehlenswert, wenngleich viele Rucksäcke einen Regenschutz inkludiert haben, den man im Ernstfall einfach über den Rucksack zieht. Gute Rucksäcke sind individuell an die Oberkörpergröße anzupassen und haben mehrere verstellbare Riemen. Es gibt auch Rucksäcke speziell für Frauen*, die schmäler sind und das Gewicht besser verteilen. Der Hüftgurt ist ein absolutes Muss. Dein voller Rucksack wird sich gleich um vieles leichter anfühlen, wenn du den Hüftgurt festgezogen hast. Einen Rucksack vor dem Kauf im Geschäft Probe zu tragen kann die Kaufentscheidung erheblich vereinfachen. Auch hier kommt es bei der Größe darauf an, was und wie viel du einpacken möchtest. In einem 60 Liter Rucksack* hat viel Platz. Und natürlich gilt: Je größer, desto mehr Platz und desto schwerer wird er. Immerhin willst du deine Reise genießen und dich nicht mit 20kg am Rücken belasten. Ein leerer Rucksack dieser Größe kommt in etwa auf 2,0kg. Die Marke „deuter*“ aus Deutschland hat sich mit ihren Produkten mittlerweile auf der ganzen Welt einen Namen gemacht.

Fazit

Wähle deine Gepäckart je nach persönlicher Vorliebe und Art deiner Reise. Bei einem Thailandaufenthalt ohne viele Ortswechsel passt ein Koffer hervorragend. Alle Sachen sind ordentlich verstaut und können schnell gefunden werden. Der Koffer bietet herrlichen Komfort, indem man ihn einfach hinter sich her zieht.

Und wenn du dir dennoch denkst: „Strand? Ja! Ein Hotel? Ja! Koffer? Nein!“ dann vertraue deinem Bauchgefühl und bleib beim Rucksack.

Der Rucksack ist der ideale Begleiter für dich, wenn du viel unterwegs bist, mehrere Orte des wunderschönen Thailands bereist und du in erster Linie flexibel sein möchtest.

Und womit reist Du? Lieber mit Koffer oder mit Rucksack?

3 Kommentare
  1. Volker
    Volker says:

    Hallo Sebastian,

    ich habe vielleicht noch einen spannenden Tip. Ich habe bei meiner letzten Reise nach Thailand eine Mischung aus Reise-/Sporttasche und Rucksack benutzt. Es handelte sich da um die Base Camp Duffel von The North Face. Eine wirklich robuste Tasche, die als Rucksack oder Schultertasche nutzbar ist, Man kann sie auch am Griff tragen oder wg. des äußerst robusten Materials an der Unterseite auch problemlos über den Boden schleifen. Bei Größe M passen bis zu 72l rein und wiegt dabei nur 1,6kg leer. Den Tip habe ich übrigens von Conni von PlanetBackpack.de

    vielew Grüße
    Volker

  2. kahunablogger
    kahunablogger says:

    Hmm, die Frage ob Koffer oder Backpack nun geeigneter sind, stellt sich ja eigentlich nicht mehr. Man nehme eine Kombi wie den Tatonka Reiserucksack „Great Escape Roller“ und Tada: Am Flughafen, in ordentlichen Hotels etc. ist man sehr bequem und ohne den typischen Backpacker-Look unterwegs und auch der Bell-Boy kommt damit zurecht. Und wo es notwendig ist (z.B. ne überschwemmte Straße, steiler Aufstieg, unebene Straßen) kann man in ein paar Sekunden auf das Tragesystem überwechseln und den Reiserucksack als normalen Backpack nutzen.

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