Authentische Thaiküche – Krua NC in Phuket Town

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Die thailändische Küche ist weltweit berühmt. Viele Reisende kommen nach Thailand, um echtes thailändisches Essen zu probieren. Doch wer sich ausschliesslich in den touristischen Zentren aufhält, der wird sich eher schwer tun echte authentische Restaurants zu finden. Nicht immer ist es aber für Urlauber ersichtlich, wo es denn wirklich gute, authentische Küche gibt. Ein untrügliches Zeichen ist es immer, wenn in einem Restaurant besonders viele Thais zum Essen gehen.
Bei der Krua NC in Phuket Town ist das auf jeden Fall so. Den Tipp bekam ich vor einigen Jahren von einem Freund, der seit Jahrzehnten auf der Insel lebt. Seit dem komme ich regelmässig zum Essen hierher.
Auffällig dabei: ich habe noch nie einen anderen Farang dort gesehen!

Lokale Phuket Gerichte – Direkt am alten Busbahnhof

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Das Restaurant ist hier oben im 1. Stock

Die Krua N.C. befindet sich an der Einfahrt zum alten Busbahnhof, direkt gegenüber vom Royal Phuket City Hotel im 1. Stock des Gebäudes. Im unteren Geschoss gibt es ebenfalls einige Ess-Stände, die Suppe, verschiedene Curries und Reisgerichte verkaufen. Über eine Treppe gelangt man in den 1. Stock.

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Das Angebot ist sehr vielfältig, Gemüse, diverse Curries, Fisch, Garnelen, einige lokale Phuket Gerichte, die es so nur hier gibt.

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Man wählt das Essen direkt vor Ort aus und bekommt es dann an den Tisch serviert.

Wir entschieden uns für Mu Hom, ein etwas süsses Gericht mit Schweinefleisch in brauner Sauce und Ei, Gung Phat Prik Thai Dam, Garnelen in scharzer Pfeffersauce, Gaeng Gluai, ein spezielles Curry, das mit Bananenstückchen gekocht wird und Ho Mok Thalee, eine Art Fischomelette, das in Bananenblätter eingewickelt serviert wird.

Moo Horm sehr leckers Thai Gericht auf PhuketGung Phat Phrik Thai Dam - Garnelen in Pfeffer

Wie immer war ich auch diesmal der einzige Farang. Da wir bereits recht spät dran waren, war das Lokal nicht mehr so gut gefüllt, wie direkt zur Mittagszeit. Dann kommen v.a. Thais aus den umliegenden Büros hierher zum Essen.

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Hier der Blick ins Restaurant.

Dies obwohl die Preise für Thairestaurants eher etwas teuerer sind. Dies wird aber durch den guten Geschmack ausgeglichen. Unsere Rechnung für 4 Gerichte mit drei Tellern Reis und 2 Getränken lag bei etwa 500 Baht.

Fazit:
Für mich ist die Krua N.C. eine echte Empfehlung für authentische Thaiküche zu fairen Preisen. Hier kann man auch einmal Gerichte ausprobieren, die man wo anders nicht findet.

Joggen und spazieren gehen am Chalongpier – Naherholungsort und Startpunkt für Bootsausfahrten

ao chalong pier tauchen booteDie Chalong Bucht im Südosten von Phuket ist DER zentrale Ausgangspunkt für alle Tauchausfahrten, Schnorchel- und Hochseefisch-Touren. So gut wie alle Boote fahren von hier ab. Chalong mit seiner grossen, geschützten Bucht ist aber auch ein sehr beliebter Liegeplatz für die Boote von Weltumsegler und Charteryachten.

Doch neben der Bedeutung für Wassersportenthusiasten und den Tourismus ist der Pier in Chalong auch ein beliebter Naherholungsort für Thais und hier lebende Ausländer gleichermassen. Der schöne Ausblick und der fast immer vorhandene leichte Wind vom Meer machen den gut 800m langen Bootspier zu einem angenehmen Ort, um zu Joggen, Spazieren zu gehen oder auch um Abends mit Freunden ein paar Bier zu trinken.

Fotoreise über den Chalong Pier

Mit dem heutigen Beitrag möchte ich Euch einmal auf eine kleine Fotoreise zum Chalong Pier einladen. Mit diesem Steg verbinden mich viele Erinnerungen. Als Tauchlehrer war ich hier früher fast täglich, den unsere Boote legten alle von hier ab. Doch auch seitdem ich nicht mehr tauche bin ich noch immer regelmässig hier. Zum joggen, zum spazieren gehen und Boote gucken mit meinem Sohn und sogar für unser Pre-Wedding Fotoshooting waren wir hier.

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Der Treffpunkt am Pier

Am Anfang des Piers ist der Sammelpunkt. Hier kommen alle Ausflügler hin, um dann mit einem der Pierbusse zum Ende des Piers und ihrem Boot gebracht zu werden.

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Touristen am Chalong Pier steigen in den Bus

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Der Pier ist 800m lang und bietet keinen Schatten, so dass es in der Tageshitze und mit Rucksack durchaus Sinn macht gefahren zu werden.

Die Speedboote legen dagegen meist direkt vom Strand ab, die Gäste müssen durchs Wasser waten. Der Pier wird meist nicht benutzt. Aber auch traditionelle Longtailboote fahren oft vom Strand ab. Hier im Hintergrund sind übrigens Kitesurfer zu sehen, die in der Chalong Bay ideale Bedingungen finden.

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Noch immer gibt es viele Longtailboote, die traditionell von den Thais genutzt wurden. Der Name stammt von den Motoren, die einen Propeller an einer langen Stange bedienen, der am Heck des Bootes angebracht ist und wie ein Ruder geschwenkt werden kann.

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Der kleine Pier

Früher gab es hier einen sehr löchrigen Steg aus Holz, der v.a. zum Beladen von Longtailbooten genutzt wurde. In meiner ersten Saison als Tauchlehrer nutzten wir den ebenfalls. Das Holz war so brüchig und löchrig, dass regelmässig einer der Tauchlehrer durchbrach. An meinem linken Knie habe ich noch immer kleine Narben von diesem Steg.
Als der Tsunami kam, wurde der alte Holzpier weggerissen und wir fanden ihn weit draussen in der Bucht treiben.

der kleine pier in chalong

Mittlerweile wurde ein neuer, kleiner Pier aus Beton gebaut. Auch von diesem werden vor allem Longtailboote und kleine Speedboote bedient. Die Local nutzen ihn auch gerne zum Angeln.

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Ausblicke vom Chalong Pier

Vom Chalong Pier aus hat man einen Blick auf die vielen Boote, die in der Bucht liegen, sowie auf einige umliegende Inseln. Auf dem nächsten Bild ist auch der Khao Kad View Point zu sehen, über den ich demnächst schreiben werde.

ao chalong phuket

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Aber auch der Big Buddha von Phuket ist immer in Sichtweite.

Chalong Pier Big Buddha Phuket

Die neue, kleine Marina

Neben dem Neubau des kleinen Piers wurde in den vergangenen Jahren auch eine neue Marina gebaut, die v.a. als Liegeplatz für Yachten und einige kleinere Tourboote gedacht ist. Dazu gehört auch ein Verwaltungsgebäude mit Immigration.

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Das Ende des Piers

Am Ende des Piers angelangt stösst man auf die Bootsanleger. Von hier fahren alle Tauchboote ab.

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Der Blick zurück vom Chalong Pier. Eine Entfernung von etwa 800m.

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Auch von hier ist der Big Buddha immer im Blick.

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Ebenfalls am Ende des Piers befindet sich die Diesel und Wasserstation für die Schiffe.

wasser und diesel station yacht ao chalong

Die Umgebung des Chalong Pier

Rund um den Chalong Pier gibt es eine Vielzahl von Restaurants, kleinen Seglerbars und Guesthäuser. Einer der markantesten Punkte ist Jimmies Lighthouse.

jimmies lighthouse phuket chalong

Der Chalong Pier ist nicht nur als Ausgangspunkt für Bootstouren ein Ziel, sondern auch zum Joggen, Spazieren gehen oder eben auch um Fotos zu schiessen.

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Tipps für Backpacker in Thailand

tauchen koh tao 

Bei Backpackern ist  Thailand nach wie vor eines der beliebtesten Ziele weltweit:

Prunkvolle Tempel, freundliche Menschen und Traumstrände sorgen für viel Abwechslung. Neben Phuket gibt es natürlich viele weitere Ziele, die du nicht verpassen solltest.

Praktische Tipps für Backpacker

Visa für Thailand

Backpacker müssen in Deutschland kein Visum beantragen, denn sie erhalten ein Visa-on-arrival, wenn sie in Thailand aus dem Flugzeug steigen. Das Visum gilt für 30 Tage, kann aber bei Bedarf um sieben Tage verlängert werden. Wer dagegen auf dem Landweg einreist, erhält nur ein Visum für 15 Tage.

(Update Januar 2014: Diese Regelung wurde mittlerweile geändert und es werden für Staatsbürger der EU Länder wieder 30 Tage bei Einreise über den Landweg vergeben.)

Backpacker, die mehrere Monate in Thailand verbringen wollen, können sich vorab ein 60-Tage-Visum in Deutschland besorgen oder einen Trick anwenden: Sie reisen in Nachbarländer, um dann nach erneuter Einreise mit dem Flugzeug wieder ein 30 Tage gültiges Visum für Thailand zu erhalten. Es gibt sogar Reisebüros, die solche „Visa-Runs“ organisieren.

Doch Vorsicht: Diese sind nicht unbegrenzt möglich.

Achtet außerdem darauf, dass euer Reisepass bei der Einreise noch sechs Monate gültig ist und ihr nichts Wichtiges zu Hause vergessen habt.

Mehr Tipps für Backpacker in Thailand gibt es im kompakten Reiseführer für Individualreisende in Thailand vom bekannten Reiseblogger Stefan Diener von Faszination Südostasien. Dieser kostet nur wenige Euro und ist sehr hilfreich für die Planung einer Rucksackreise durch Thailand.

Beste Reisezeit

Die meisten Urlauber zieht es zwischen November und März nach Thailand, denn dann sind die Temperaturen angenehm und die Regenzeit ist schon vorbei. Von März bis Mai kann es in manchen Gegenden 40 Grad heiß werden – für viele Touristen deutlich zu viel des Guten.

Ab Mai beginnt dann die Regenzeit, was wiederum viele Urlauber abschreckt. Wer Geld sparen möchte, sollte allerdings gerade dann nach Thailand reisen, wenn alle anderen zu Hause bleiben, denn dann sind die Preise für Hotels* und Flüge niedriger.

Typische Backpacker-Ziele in Thailand

 Die chaotische Hauptstadt Bangkok

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Die meisten Backpacker kommen in Thailands Hauptstadt Bangkok, am Suvarnabhumi International Airport an. Viele steigen dann in einen Shuttle-Bus oder ein Taxi, um sich in den Norden der Stadt bringen zu lassen. Scheinbar ohne Beachtung sämtlicher Verkehrsregeln schlängeln sich Unmengen Autos durch die Stadt – so auch in der Khao San Road, bekannt aus dem Film bzw dem Buch„The Beach“.

Hier tummeln sich viele Urlauber, kaufen Souvenirs, essen gebratenen Reis (die mutigen probieren gebratene Insekten) in den Garküchen am Straßenrand und wehren Händler ab, die ihnen Universitätsdiplome und gefälschte CDs verkaufen möchten.

Auch die billigsten Unterkünfte der Stadt sind in der Khao San Road und Umgebung zu finden.

Hier eine Top 10 der günstigsten Hotels in Bangkok

Die Khao San Road zählt zwar selbst zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt, aber Bangkok hat natürlich noch viel mehr zu bieten. Zum Beispiel das Kloster Wat Pho: Das „Kloster des liegenden Buddha“ stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist älter als die Metropole selbst. Der Name kommt von der Hauptattraktion des Klosters, einer 45 Meter langen und 15 Meter hohen vergoldeten Buddhastatue.

Eine Bootstour durch das „Venedig des Osten“, den Stadtteil Thonburi, ein Bummel über den „Chatuchak Weekend Market“, den größten Flohmarkt Asiens oder ein Drink im Scirocco, der höchsten Open-Air-Bar der Welt lassen sich viele Touristen auch nicht entgehen.

Entspannung auf Koh Tao

strand auf koh tao

 

Wer es ruhiger mag sollte die Insel Koh Tao besuchen. Die kleine „Schildkröteninsel“ liegt fernab des hektischen Verkehrschaos der großen Städte und bietet schöne Tauchspots. Schnorchel- und Tauchfans zieht es vor allem an die Shark Bay, an die Mango Bay und an die Hin Wong Bay, die als Hotspots gelten. Wer nur gemütlich schwimmen gehen will, ohne lange Wege in Kauf zu nehmen, sollte sich einen Bungalow direkt am Strand suchen.

Da die Insel mittlerweile gut touristisch erschlossen ist, gibt es viele Freizeitangebote für Urlauber: Guides führen abenteuerlustige Backpacker über dichtbewaldete Bergwege in den Dschungel, andere bieten Kletterkurse an oder unterrichten Yoga.

Ganz besonders bei Tauchern ist Koh Tao beliebt. Die Insel gilt als eine der Hochburgen in ganz Asien um preiswert einen Tauchschein zu machen. Alle Infos rund ums Tauchen in Thailand findest du auch hier.

Vielseitige Insel Phuket

phuket für backpacker

Auch die beliebte Ferieninsel Phuket zieht so manchen Backpacker an. Wer nach günstigen Bungalows sucht, sollte sich im Süden der Insel umsehen, wo es nicht so viele Touristen gibt. Gerade die günstigen Hotels rufen allerdings bei manchen Backpackern Ängste hervor: Sie nehmen sich Vorhängeschlösser *aus Deutschland mit, um ihre Türen abzusichern. Klingt zwar etwas überspannt, ist aber eine gängige Praxis in ärmeren Ländern oder billigen Hotels.

Wer die Insel erkunden will, kann sich beispielsweise einen Roller oder ein Auto mieten und damit die bekannten Sehenswürdigkeiten der Insel anvisieren.

Dazu gehört etwa Wat Chalong, der grösste buddhistische Tempel der Insel oder auch der Big Buddha. Eine schöne Tagestour, die zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Süden von Phuket führt ist hier beschrieben.

Aber auch die Inselhauptstadt mit dem historischen Stadtzentrum ist sehr sehenswert. Märchenhafte Shows, die es sonst nur in Las Vegas gibt, werden im FantaSea aufgeführt. Auf Phuket wird es sicher nicht langweilig werden!

Für die Buchung von Touren und Ausflügen auf Phuket findest du hier mehr Infos.

Viele weitere Ausflugsziele und Touren zu den eher unbekannten Seiten von Phuket werden im Phuketastic Reiseführer „Phuket auf eigene Faust entdecken“ vorgestellt.

Meine Phuket Tsunami Geschichte – Wenn Glück und Unglück ganz nah beinander sind –

Als sich uns nach einer quälend langen Zeit unser Tauchboot nähert bin ich erleichtert und doch voller Sorge. Ich habe keine Erklärung für das was in den letzten Minuten passiert ist.

Zwei der vier Taucher, die ich als Guide betreuen sollte sind verschwunden. Von der Strömung weggerissen. Die beiden anderen, Anfänger, die zum ersten Mal nach ihrem Kurs im Meer tauchen gehen, sind vollkommen verstört. Die junge Frau schluchzt, ihr Freund ist körperlich total am Ende.

„An einem anderen Tauchplatz hätten wir wohl nicht überlebt!“

Wir stehen als letzte auf der Plattform des Tauchbootes, um am Shark Point tauchen zu gehen. Ein Tauchplatz etwa auf halbem Weg zwischen Phuket und Koh Phi Phi.

Es ist kurz nach 10 Uhr morgens. Strahlend blauer Himmel. Das Meer ist spiegelklatt und glasklar. Wir sehen andere Taucher in etwa 15m Tiefe vorbeiziehen. Andere tauchen gerade ab, es herrscht keine Strömung.

Zwei Minuten später wird sich das schlagartig ändern.

Noch an der Wasseroberfläche, kurz vor unserem Abtauchen, setzt eine zunehmend stärkere Strömung ein. Beim Abtauchen zieht die Strömung zwei der Taucher aus meiner Gruppe von uns weg und auf den Grund in etwa 16m Tiefe. Das ganze geschieht so schnell, dass ich nichts dagegen tun kann. Ich bin gerade dabei die beiden Anfänger fest zu halten, die langsam panisch werden.

Augenblicke später, wir befinden uns auf etwa 9m Tiefe, ist es als ob eine dunkle Wolke auf uns zurast. Wir werden von einer starken Strömung erfasst, die so voller Schlamm ist, dass die Sicht sich auf wenige Zentimeter verschlechtert. Instinktiv reisse ich die beiden Anfänger an mich. Die Strömung drückt uns auf den Grund und schleift uns ein Stück mit. Alle Versuche an die Oberfläche zu kommen scheitern.

Doch nach gut zwei Minuten, die wie eine Ewigkeit erscheinen spült uns die Strömung an die Oberfläche.

Dort angekommen muss ich die beiden südafrikanischen Tauchanfänger beruhigen. Obwohl ich selbst alles andere als ruhig bin.

Denn zwei meiner Taucher sind verschwunden.

Ganz plötzlich werden wir von der Strömung, die uns gerade erst losgelassen hat wieder erfasst. Wir treiben auf den kleinen Felsen zu, der die Spitze des Riffes darstellt.

Dahinter bricht sich die Strömung, bildet mannshohe Wellen und erzeugt einen starken Abwärtssog.

Ich schreie meine beiden Schützlinge an ihre Tauchermasken wieder aufzusetzen und ihre Atemregler in den Mund zu nehmen.

Im nächsten Moment zieht die Strömung an unseren Körpern. Trotz voll aufgeblasener Tarierwesten gelingt es mir nur mit aller Kraft dagegen anzuschwimmen und somit mich und die beiden völlig überforderten Tauchanfänger an der Oberfläche zu halten.

Und dann ist es vorbei. Die Strömung hat aufgehört. Das Meer liegt wieder ruhig und klar vor uns. Doch überall treiben versprengte Gruppen von Tauchern an der Oberfläche.

Als das Tauchboot kommt hilft uns mein bester Freund aus dem Wasser. Ihm steht ins Gesicht geschrieben, dass er gerade ähnliches durchgemacht hat. Und  er weiss schon mehr:

„Auf Phuket hat es ein Erdbeben gegeben…!“

Wie sich später herausstellte war es kein Erdbeben, sondern ein Seebeben und das Epizentrum war auch nicht auf Phuket, sondern vor Sumatra. Aber welche Rolle spielt das schon.

Denn die starke Strömung, mit der alle 36 Taucher an diesem Tag zu kämpfen hatten war der Tsunami, der am 26.12.2004 als eine der verheerendsten  Naturkatastrophen aller Zeiten in die Geschichte einging.

Wir hatten Glück.

Alle Taucher kamen mit Ausnahme von einigen Schnitt- und Schürfverletzungen unverletzt und mit dem Schrecken davon.

Viele Menschen hatten weit weniger Glück:

Insgesamt starben durch das Beben und seine Folgen etwa 230.000 Menschen, davon allein in Indonesien rund 165.000. Über 110.000 Menschen wurden verletzt, über 1,7 Millionen Küstenbewohner rund um den Indischen Ozean wurden obdachlos.

In Thailand starben nach offiziellen Angaben 5.395 Menschen. Diese Zahl dürfte weit unter den tatsächlichen Zahlen liegen. Am stärksten betroffen waren die Region um Khao Lak, Koh Phi Phi und Teile Phukets.

Die Katastrophe setzte eine beispiellose Welle der Solidarität in Kraft und rund um den Globus spendeten Menschen Geld. Leider lehnte der damalige Premierminister Thailands, Thaksin, ausländische Hilfe ab, da Thailand reich genug sei. Die Hilfszahlungen an die betroffene Bevölkerung waren entsprechend unzureichend.

Ein Kinderdorf nicht nur für Tsunamiwaisen

Fast alle Hilfsprojekte die während und nach des Tsunamis entstanden sind wurden aus privaten Mitteln finanziert.

Eines dieser Projekte, das mir persönlich sehr am Herzen liegt, da ich die Initiatoren und Direktoren des Projekts persönlich kenne und schätze ist das Phuket Sunshine Village.

Das Kinderdorf wurde vom Lions Club Phuket Andaman gemeinsam mit Phuket Child Watch ins Leben gerufen, um Waisenkindern und bedürftigen Kindern ein neues zu Hause zu bieten. Das Phuket Sunshine Village folgt in seiner Ausrichtung dem Vorbild der SOS Kinderdörfer.

Der Bau wurde durch private Spenden und die grosszügige Finanzierung des französischen Roten Kreuzes ermöglicht.

Mittlerweile haben über 100 Kinder ein neues zu Hause gefunden und weitere 50 Kinder befinden sich in regelmässiger Tagesbetreuung.

Die laufende Finanzierung des Projekts ist 100% von Spenden abhängig.

Die Stiftung braucht weiterhin finanzielle Unterstützung

Spenden sind darum immer erwünscht und können über die Webseite des Phuket Sunshine Village oder auch bei einem persönlichen Besuch im Kinderdorf übergeben werden.

Falls Du mehr ueber das Phuket Sunshine Village wissen willst findest Du hier meinen Bericht über meinen Besuch im Dorf.

 

Der Straßenverkehr auf Phuket – Die Probleme einer Touristeninsel

Verkehrschaos in Bangkok Phuket

Stau in Bangkok – Geht Phuket in die selbe Richtung?

 

 Verkehr, Verkehr, Verkehr – großes Chaos auf Phuket

Wenn es ein Problem auf Phuket gibt, das in den letzten Jahren wirklich massiv geworden ist, dann ist es der Verkehr.

In den letzten Jahren ist die Zahl der Autos, Minibusse, Reisebusse und LKW´s auf der Insel dramatisch gestiegen. Leider wurde die Infrastruktur (noch) nicht im gleichen Masse ausgebaut.

Besonders im Süden der Insel, d.h. ab dem Heroines Monument ist der Verkehr zu einem echten Problem geworden. Zur Rush Hour staut sich hier der Verkehr kilometerlang. Die überforderte Verkehrspolizei trägt einen großen Teil dazu bei, die Situation zu verschlimmern. Durch wirklich idiotische Umleitungen versuchen sie den Verkehr zu regeln und erreichen genau das Gegenteil.

Während es vor einigen Jahren noch 40 Minuten mit dem Auto von Chalong zum Flughafen dauerte, kann es nun in der Rush Hour auch mal 90 Minuten dauern.

Als deutscher Großstädter mag das als Luxusproblem erscheinen, aber mit dem steigenden Verkehrsaufkommen kommen weitere Probleme hinzu.

 1. Unfälle

Es ist ja allgemein bekannt, dass es im thailändischen Strassenverkehr häufig zu Unfällen kommt. Doch besonders der dichte Verkehr und das rücksichtslose Fahren vieler Thais, die es nicht besser wissen und der Farangs, die meinen sich alles erlauben zu können, sorgen für Gefahr. Dazu kommt der freizügige Umgang mit Alkohol am Steuer und schon hat man eine tödliche Mischung auf der Straße.

Unfälle zu sehen ist in Phuket an der Tagesordnung. Besonders für Mopedfahrer verlaufen diese oft sehr schwer bis tödlich.

Das ist natürlich kein reines Phuket Problem, sondern ein Thailandweites. Thailand ist weltweit mit fast 30.000 Verkehrstoten im Jahr die Nummer 2!

2. Road Rage

Der zunehmende Verkehr sorgt für ein immer aggressiveres Verhalten auf der Straße. Massives Auffahren, bis hin zum Versuch andere Fahrzeuge von der Straße zu drängen nehmen zu. Die Fälle von körperlichen Übergriffen auf Fahrer, die es wagen auf das eigene Fehlverhalten hinzuweisen steigen ebenfalls. Viele Thais mögen es scheinbar gar nicht, wenn sie angehupt werden.

 3. Schlechte Strassen

Besonders in der Regenzeit verschlechtern sich die Straßenverhältnisse massiv. Besonders auf vielbefahrenen Nebenstraßen bricht der Asphalt auf und der Untergrund wird durch den Regen ausgewaschen. Metergrosse Löcher sind die Folge. Diese führen wiederum zu einer Häufung von Unfällen.

 4. Übertriebene Taxipreise

Die Taxipreise sind im thailändischen Vergleich die höchsten des Landes. Besonders in Patong ist dies bei den TukTuk Fahrern zu spüren. Da es dort viel zu viele Fahrer gibt hat die Mehrzahl nur ein bis zwei Fahrten am Tag. Um dennoch auf ihren Verdienst zu kommen verlangen sie exorbitante Summen selbst für kurze Strecken. 600 Baht für 5 Minuten Fahrt sind keine Seltenheit.

Zudem reagieren die Fahrer teilweise sehr aggressiv, wenn die übertriebenen Preise angezweifelt werden.

Hier findest du einige Tipps zum sicheren Taxifahren auf Phuket.

 

 Gründe für die massive Zunahme des Verkehrs

Es gibt v.a. 2 Gründe für die drastische Zunahme des Verkehrs auf Phuket

 1. Keine öffentlichen Verkehrsmittel

Durch Korruption und mafiöse Strukturen schaffen es die Taxifahrer seit Jahren den überfälligen Ausbau eines öffentlichen Nahverkehrs auf Phuket zu verhindern. Dadurch sind sowohl die Thais, als auch die hier lebenden Ausländer auf eigene Fahrzeuge oder Tuk Tuks angewiesen.

 2. Der steigende Wohlstand

Viele Thais sind durch den Tourismus und den Verkauf von Land und Immobilien zu Geld gekommen. Mit steigendem Wohlstand steigt automatisch die Zahl der Besitzer von Autos. Selbst diejenigen, die sich eigentlich kein Auto leisten können werden durch Aktionen der Autohändler und sogar durch Steuernachlässe für Erstkäufer zum Kauf bewegt.

3. Mehr chinesische & russische Touristen

Während früher vor allem europäische Urlauber nach Phuket kamen sind es heute zunehmend Chinesen. Im Gegensatz zu den in kleinen Gruppen oder alleinreisenden Westlern kommen die Chinesen in großen Reisegruppen. Diese werden dann in Reisebüros über die Inseln kutschiert. Diese Busse sind auf den Hauptstraßen allgegenwärtig.

 Stört der Verkehr beim Urlaub machen?

Für die meisten Urlauber ist der Verkehr auf Phuket eher eine Randerscheinung, die bei der Urlaubsplanung eine geringe Rolle spielt. Der Verkehr ist auffällig, bei der Fahrt vom Flughafen zum Hotel oder beim ein oder anderen Ausflug. Wenn es dabei mal 30 Minuten länger dauert spielt es im Urlaub eher kein Problem.

Wer allerdings hauptsächlich zum Tauchen nach Phuket kommt und zB in Patong wohnt, der wird morgens und abends im Stau stehen. Denn die Tauchboote legen alle auf der anderen Seite der Insel ab. Da lohnt es sich ein Hotel in der Nähe von Chalong zu wählen. Gleiches gilt ganz grundsätzlich für die Wahl des Hotels. Wer viele Bootsausflüge und Touren auf der Insel machen möchte sollte nicht zu weit im Norden buchen, denn von dort sind die Wege zu den Attraktionen im Süden sehr weit.

Weitere Tipps zur Wahl des richtigen Strandortes für den Urlaub gibt es hier

Fazit:

Für die meisten Urlauber spielt der Verkehr, zu dessen Entstehung sie ja ebenfalls einen Teil beitragen eine eher untergeordnete Rolle, wenn man von den Flughafentransfers und gelegentlichen Ausflügen absieht.