Der Straßenverkehr auf Phuket – Die Probleme einer Touristeninsel

Verkehrschaos in Bangkok Phuket

Stau in Bangkok – Geht Phuket in die selbe Richtung?

 

 Verkehr, Verkehr, Verkehr – großes Chaos auf Phuket

Wenn es ein Problem auf Phuket gibt, das in den letzten Jahren wirklich massiv geworden ist, dann ist es der Verkehr.

In den letzten Jahren ist die Zahl der Autos, Minibusse, Reisebusse und LKW´s auf der Insel dramatisch gestiegen. Leider wurde die Infrastruktur (noch) nicht im gleichen Masse ausgebaut.

Besonders im Süden der Insel, d.h. ab dem Heroines Monument ist der Verkehr zu einem echten Problem geworden. Zur Rush Hour staut sich hier der Verkehr kilometerlang. Die überforderte Verkehrspolizei trägt einen großen Teil dazu bei, die Situation zu verschlimmern. Durch wirklich idiotische Umleitungen versuchen sie den Verkehr zu regeln und erreichen genau das Gegenteil.

Während es vor einigen Jahren noch 40 Minuten mit dem Auto von Chalong zum Flughafen dauerte, kann es nun in der Rush Hour auch mal 90 Minuten dauern.

Als deutscher Großstädter mag das als Luxusproblem erscheinen, aber mit dem steigenden Verkehrsaufkommen kommen weitere Probleme hinzu.

 1. Unfälle

Es ist ja allgemein bekannt, dass es im thailändischen Strassenverkehr häufig zu Unfällen kommt. Doch besonders der dichte Verkehr und das rücksichtslose Fahren vieler Thais, die es nicht besser wissen und der Farangs, die meinen sich alles erlauben zu können, sorgen für Gefahr. Dazu kommt der freizügige Umgang mit Alkohol am Steuer und schon hat man eine tödliche Mischung auf der Straße.

Unfälle zu sehen ist in Phuket an der Tagesordnung. Besonders für Mopedfahrer verlaufen diese oft sehr schwer bis tödlich.

Das ist natürlich kein reines Phuket Problem, sondern ein Thailandweites. Thailand ist weltweit mit fast 30.000 Verkehrstoten im Jahr die Nummer 2!

2. Road Rage

Der zunehmende Verkehr sorgt für ein immer aggressiveres Verhalten auf der Straße. Massives Auffahren, bis hin zum Versuch andere Fahrzeuge von der Straße zu drängen nehmen zu. Die Fälle von körperlichen Übergriffen auf Fahrer, die es wagen auf das eigene Fehlverhalten hinzuweisen steigen ebenfalls. Viele Thais mögen es scheinbar gar nicht, wenn sie angehupt werden.

 3. Schlechte Strassen

Besonders in der Regenzeit verschlechtern sich die Straßenverhältnisse massiv. Besonders auf vielbefahrenen Nebenstraßen bricht der Asphalt auf und der Untergrund wird durch den Regen ausgewaschen. Metergrosse Löcher sind die Folge. Diese führen wiederum zu einer Häufung von Unfällen.

 4. Übertriebene Taxipreise

Die Taxipreise sind im thailändischen Vergleich die höchsten des Landes. Besonders in Patong ist dies bei den TukTuk Fahrern zu spüren. Da es dort viel zu viele Fahrer gibt hat die Mehrzahl nur ein bis zwei Fahrten am Tag. Um dennoch auf ihren Verdienst zu kommen verlangen sie exorbitante Summen selbst für kurze Strecken. 600 Baht für 5 Minuten Fahrt sind keine Seltenheit.

Zudem reagieren die Fahrer teilweise sehr aggressiv, wenn die übertriebenen Preise angezweifelt werden.

Hier findest du einige Tipps zum sicheren Taxifahren auf Phuket.

 

 Gründe für die massive Zunahme des Verkehrs

Es gibt v.a. 2 Gründe für die drastische Zunahme des Verkehrs auf Phuket

 1. Keine öffentlichen Verkehrsmittel

Durch Korruption und mafiöse Strukturen schaffen es die Taxifahrer seit Jahren den überfälligen Ausbau eines öffentlichen Nahverkehrs auf Phuket zu verhindern. Dadurch sind sowohl die Thais, als auch die hier lebenden Ausländer auf eigene Fahrzeuge oder Tuk Tuks angewiesen.

 2. Der steigende Wohlstand

Viele Thais sind durch den Tourismus und den Verkauf von Land und Immobilien zu Geld gekommen. Mit steigendem Wohlstand steigt automatisch die Zahl der Besitzer von Autos. Selbst diejenigen, die sich eigentlich kein Auto leisten können werden durch Aktionen der Autohändler und sogar durch Steuernachlässe für Erstkäufer zum Kauf bewegt.

3. Mehr chinesische & russische Touristen

Während früher vor allem europäische Urlauber nach Phuket kamen sind es heute zunehmend Chinesen. Im Gegensatz zu den in kleinen Gruppen oder alleinreisenden Westlern kommen die Chinesen in großen Reisegruppen. Diese werden dann in Reisebüros über die Inseln kutschiert. Diese Busse sind auf den Hauptstraßen allgegenwärtig.

 Stört der Verkehr beim Urlaub machen?

Für die meisten Urlauber ist der Verkehr auf Phuket eher eine Randerscheinung, die bei der Urlaubsplanung eine geringe Rolle spielt. Der Verkehr ist auffällig, bei der Fahrt vom Flughafen zum Hotel oder beim ein oder anderen Ausflug. Wenn es dabei mal 30 Minuten länger dauert spielt es im Urlaub eher kein Problem.

Wer allerdings hauptsächlich zum Tauchen nach Phuket kommt und zB in Patong wohnt, der wird morgens und abends im Stau stehen. Denn die Tauchboote legen alle auf der anderen Seite der Insel ab. Da lohnt es sich ein Hotel in der Nähe von Chalong zu wählen. Gleiches gilt ganz grundsätzlich für die Wahl des Hotels. Wer viele Bootsausflüge und Touren auf der Insel machen möchte sollte nicht zu weit im Norden buchen, denn von dort sind die Wege zu den Attraktionen im Süden sehr weit.

Weitere Tipps zur Wahl des richtigen Strandortes für den Urlaub gibt es hier

Fazit:

Für die meisten Urlauber spielt der Verkehr, zu dessen Entstehung sie ja ebenfalls einen Teil beitragen eine eher untergeordnete Rolle, wenn man von den Flughafentransfers und gelegentlichen Ausflügen absieht.

7 falsche Annahmen über Phuket

Zu touristisch, zu teuer, zu westlich. Das ist die Meinung vieler Backpacker, selbst ernannter Thailandkenner und auch von Expats in anderen Teilen von Thailand, auch wenn diese vielleicht noch nie selbst auf Phuket waren. Aber was ist wirklich dran an diesen Vorurteilen?

Die Antwort darauf kann sicherlich nicht so pauschal gegeben werden, wie geurteilt wird. Ganz klar muss gesagt werden Phuket ist nicht das billigste Reiseziel in Thailand und ein Teil der Insel ist fest in der Hand der Pauschaltouristen aus aller Welt. Ein Paradebeispiel dafür ist Patong, das El Arenal der Insel. Aber so wie Mallorca nicht nur aus Ballermann besteht, so hat auch Phuket noch mehr zu bieten.

Mit diesem Beitrag will ich meine Sicht auf einige typische, falsche Annahmen vermitteln. Du kannst mir in den Kommentaren gerne Deine Sicht näher bringen 😉

Falsche Annahme Nr. 1: Auf Phuket sind alle Strände überlaufen

Alle Welt redet von den Stränden in Patong, Kata und Nai Harn. Doch Phuket hat mehr als 30 Strände. Einige davon sind kaum bekannt und abseits der Touristenmassen andere sind als Nationalpark geschützt. Entsprechend ruhig geht es dort noch zu.
Hier zwei sehr unterschiedliche Strände, die aber beide zu den ruhigen Stränden zählen:

 

Mai Khao Beach – Ganz im Norden

Der längste Strand von Phuket mit über 11km Länge ist immer noch einer der am wenigsten besuchten der Insel. Außer einigen 5* Sterne Hotels, wie dem JW Marriott, befindet sich nichts in der Nähe. Im Süden schliesst der Strand direkt an den ebenfalls sehr schönen Naiyang Beach an. Beide sind Teil des Sirinath Nationalparks, wobei für den Besuch des Strandes kein Eintritt verlangt wird. Teilweise kann man hier noch für einige Kilometer laufen und trifft auf weniger als eine Handvoll Menschen.

Zu Songkran, dem thailändischen Neujahrsfest im April, werden an diesem Strand junge Meeresschildkröten ins Meer entlassen.

 

Ao Sane Beach – Ganz im Süden

Zwar nicht mehr ganz so ruhig wie früher, aber dennoch ein Tipp. Der Strand ist vom beliebten Nai Harn Strand aus gut zu sehen, aber dank der versteckten Zufahrt nur schwer zu finden. Um diesen kleinen Strand zu erreichen muss man über den Hof des The NaiHarn Hotels fahren und einer kleinen, schmalen Straße folgen.

Von dort bieten sich schöne Blicke auf die Küste. Der Strand liegt etwas tiefer als der Parkplatz und ist nicht sonderlich gross und von einigen Granitfelsen eingesäumt. Am Ao Sane Beach gibt es ein kleines Thai-Restaurant und auch einige der letzten Beachbungalows auf Phuket. Leider sind diese in einem eher schlechten Zustand.

Fazit: Die bekanntesten Strände sind, wie soll es auch anders sein die vollsten. Wer einen ruhigen Strand sucht, der findet diesen auf Phuket. Und das sogar während der Hochsaison.

Falsche Annahme Nr. 2: Es gibt keine günstigen und Traveller-freundlichen Unterkünfte mehr

Es stimmt, dass die Zeit der Billig Backpacker in Phuket vorüber ist. Dennoch gibt es noch immer preiswerte Unterkünfte für unter 1.000 Baht pro Nacht.

Die meisten Backpacker suchen sich Unterkünfte in Phuket Town in der Nähe des Busbahnhofs. Über Agoda gibt es eine große Auswahl von Hostels und Guesthäusern mit Preisen von 250 – 1000 Baht pro Nacht.

Hier einmal 5 empfehlenswerte Guesthäuser in dieser Preisklasse.

2W Cafe & Hostel
Lub Sbuy Guest House
Baan Sutra Guest House
– Backpacker Hostel

Phuket Old Town Hostel

Preiswerte Unterkünfte für Individualreisende

Nicht jeder Urlauber ist ein Backpacker und nicht jeder braucht auf der Reise das billigste Zimmer. Gerade im Bereich von 25-40 € pro Nacht und Zimmer gibt es auf Phuket eine unglaubliche Auswahl hervorragender Unterkünfte.

Hier unsere Empfehlungen für günstige Phuket Hotels, teilweise für unter 1000 Baht die Nacht

Fazit:
Phuket ist sicher nicht so billig, wie andere Inseln in Thailand. Die billigen Strandbungalows von klassischen Backpacker Inseln gibt es hier nicht. Aber, wer wirklich billig will, der bekommt es auch hier. Wer dagegen sehr gute Hotels zu einem fairen Preis sucht, der kommt auf jeden auf seine Kosten.

 

Falsche Annahme Nr. 3: Phuket ist viel zu westlich und nicht mehr wirklich Thailand

Ja, Phuket ist sicherlich in vielen Bereichen nicht mehr das Thailand, wie man es in anderen Ecken des Landes noch kennt. Doch auch hier gilt wieder: Die Strände an der Westküste sind nicht repräsentativ für die ganze Insel.

Ganz klar: Phuket ist ein touristisches Ziel. Speziell in den touristischen Zentren der Insel ist zu spüren, dass die Thais dort nicht mehr so freundlich sind, wie auf dem Land. Vielen stehen die Dollarzeichen in den Augen und sie sehen jeden vorbeikommenden Ausländer als einen laufenden Bankautomat, den es auszunehmen gilt.

Besonders in Patong und Kata sind die Schneider, TukTuk Fahrer, Massageanbieter und sonstige Verkäufer eine echte Plage.

ABER: Wer hat gesagt, dass Du in Patong Urlaub machen sollst?

Neben all den negativen Aspekten, die der Massentourismus und die Entwicklung der Insel mit sich gebracht hat, so hat es doch auch positive Seiten.

Es gibt wirklich gute Krankenhäuser. Es gibt Lebensmittel aus der Heimat in den Supermärkten, es gibt internationale Schulen. Es gibt hervorragende Restaurants mit internationaler Küche.

Vielleicht weniger interessant für Urlauber und Traveller, aber auf jeden Fall ein wichtiges Kriterium für Auswanderer und Langzeit-Urlauber.

Fazit:
Für Individualreisende, die vor allem Wert auf Kultur und unbekannte Gegenden legen, und Party Backpacker, die dem Banana Pancake Trail folgen ist Phuket eher weniger geeignet. Für alle anderen bietet Phuket auf jeden Fall einen guten Mix, mit allen Annehmlichkeiten.

 

Falsche Annahme Nr. 4: Auf Phuket ist das Thai-Essen für die Touristen angepasst

Das hat weniger mit Phuket zu tun, als mit den typischen Restaurants für Touristen(und ja Backpacker und andere Traveller sind auch Touristen). Und die sind fast überall in Thailand gleich schlecht. Es gibt immer die gleichen 10-15 Standardgerichte.

Von Chiang Mai über Koh Phangan bis Phuket und Koh PhiPhi war es immer das gleiche.

Wenn es eine grosse Karte mit bunten Bildern und den Namen der Gerichte in 3 Sprachen gibt, dann ist das Essen angepasst.

Wer wirklich authentisch Thai essen will, der muss in die kleinen Garküchen gehen oder von den kleinen, fahrenden Mopedküchen bestellen. Diese gibt es auch auf Phuket. Denn die Thais selbst essen ja auch irgendwo.

Fazit:
Touri-Thaifood gibt es überall auf Phuket, aber auch im Rest von Thailand. Richtig gutes Thaifood aber auch. Doch dafür muss man dort Essen gehen wo die Einheimischen essen.

 

Falsche Annahme Nr. 5: Phuket ist voller Sex-Touristen

Eigentlich ist Pattaya ja als der grösste Freiluft-Puff der Welt verschrien. Aber auch in Phuket gibt es mit der Bangla Road eine bekannte Partymeile. Ich könnte jetzt behaupten, dass sich die Szene nur auf Patong beschränkt, aber das stimmt nicht. In allen Touristenorten auf Phuket gibt es Bars mit käuflichen Damen.

Wer sich daran stört, ist selbst Schuld. Wer in Hamburg ist stört sich auch nicht an der Reeperbahn, und das Red Light District in Amsterdam gehört, wie der Coffeeshop auch zum Pflichtprogramm eines Besuches in Holland.

Die meisten Besucher kommen aber nicht wegen der Nutten nach Phuket sondern wegen der Strände und des guten Wetters. Der Großteil der Touristen sind Paare und Familien.

Fazit:
Sextourismus gibt es überall in Thailand, in unterschiedlicher Ausprägung. Das Zentrum der Aktivitäten ist Phuket aber ganz sicher nicht. Dies sind Bangkok, Pattaya und Hat Yai(für Thais).

 

Falsche Annahme Nr. 6: Phuket ist viel zu teuer

Teuer ist immer relativ. Im Vergleich zum Rest von Thailand ist Phuket teuer. Phuket ist die teuerste Provinz des Landes, wenn man von Downtown Bangkok absieht.

Im Vergleich zu Europa ist Phuket dagegen immer noch sehr billig.

Es hängt ganz davon ab, welches Budget man als Reisender hat und was man dafür haben möchte. Wie weiter oben beschrieben gibt es auch auf Phuket noch günstige Unterkünfte.
Hervorragende Hotels sind um 50% günstiger als in Europa. Hier unsere Hotelempfehlungen auf Phuket.
Das teuerste an Phuket ist der Transport. Wer nicht selbst mit einem Moped oder Auto fahren will, der ist den überteuerten Preisen der TukTuk Fahrer ausgeliefert. Da es kein öffentliches Nahverkehrsangebot gibt, sind diese alternativ los. In Relation zu Deutschland sind aber auch die TukTuks preislich immer noch im Rahmen.

Zum Leben ist Phuket die teuerste Provinz des Landes. Als Auswanderer sollte man da schon ein gutes Einkommen haben. Pattaya, Chiang Mai und natürlich kleinere Städte sind deutlich billger.

Allerdings gibt es auch in Phuket deutliche Unterschiede in den Preisen, zwischen den Stränden der Westküste und den weniger touristischen Orten der Ostküste.

Fazit:
Teuer ist relativ und es hängt von den eigenen Ansprüchen und dem Budget ab. Im Landesvergleich ist Phuket ganz klar, der teuerste Ort.

 

Falsche Annahme Nr. 7: Die Zeit von November bis April ist die beste Reisezeit

In jedem Reiseführer und auf jeder Webseite kann man es lesen. Die beste Reisezeit für Phuket ist November bis April. Zu dieser Zeit ist sicherlich das statistisch beste Wetter. Aber deswegen ist es nicht unbedingt die beste Reisezeit.

Ich persönlich finde die Regenzeit auf Phuket die viel bessere Zeit. Das hat ganz einfache Gründe:

Es ist weniger touristisch, die Strände sind leerer, ich kann zu meinem Lieblingsitaliener gehen und bekomme einen Platz, das Meer hat Wellen zum Surfen und die Atmosphäre ist insgesamt viel relaxter. Außerdem ist es nicht ganz so heiß.

Regenzeit heisst nicht wochenlangen Dauerregen. Es gibt sogar oftmals sehr lange Trockenphasen mit bestem Wetter. Besonders im Juli und August.

Aber wegen mir können gerne weiterhin alle in der Hochsaison kommen. Dann bleibt die Nebensaison umso schöner für alle anderen:)

Fazit: Ja, es stimmt.Die beste Reisezeit ist von November bis April. Bitte komm nicht in der Nebensaison!

 

Was zählt sind eigene Erfahrungen

Leider übernehmen zu viele Menschen einfach unreflektiert die Aussagen anderer, ohne diese mit eigenen Erfahrungen zu überprüfen. Alle die o.g. Annahmen habe ich mehrfach von Leuten gehört, die noch nie auf Phuket waren und auch niemand kannten, der dort war.

Wie Du vielleicht schon gemerkt hast gefällt es mir auf Phuket trotz der negativen Seiten und ich kenne einen ganz Haufen Leute, denen es genau so geht. Letztlich ist es vollkommen egal, ob diese Annahmen für mich stimmen oder nicht. Das einzige was zählt ist, ob Du während Deiner Reise eine gute Zeit hast oder nicht. Jeder muss selbst entscheiden, wie und wo er am meisten Spass hat.

Wie denkst Du darüber? Warst Du schon auf Phuket? Hat es Dir gefallen oder auch nicht? Warum? Lass mich Deine Meinung wissen!

 

Der höchste Aussichtspunkt von Phuket

Phuket hat viele schöne Aussichtspunkte, aber  es kann nur einen geben: Der höchste Viewpoint von Phuket

Den meisten Besuchern fällt  eines sehr schnell auf: Phuket ist ganz schön hügelig. Die höchsten Hügel gehen bis auf über 500m über dem Meer. Keine richtigen Berge, aber immerhin gut 500 Höhenmeter. Entsprechend gibt es viele Aussichtspunkte. Doch der höchste Aussichtspunkt ist ein Ausflugsziel, das kaum jemand kennt. Schön, da es immer sehr ruhig ist, schade, weil der Blick wirklich lohnenswert ist.

radar hill aussichtspunkt phuket

Höchster Viewpoint und doch kaum bekannt

Der Phuket Radar Hill ist ein markanter Punkt, der von vielen Orten im Süden Phukets aus zu sehen ist. Das Golfball-artige Gebilde auf der Spitze ist nicht zu übersehen. Es handelt sich dabei um eine Wetterstation des thailändischen Militärs, die für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Bereits bei der Anfahrt weisen immer wieder Schilder auf Abzweigungen hin, die in Sperrgebiet führen.
Auch wenn es sich hier um den höchsten Aussichtspunkt der Insel handelt, so ist man hier oben fast immer komplett alleine. Einzig zu Zeiten des Sonnenuntergangs kommen gelegentlich kleine Gruppen von Thais hier hoch, bringen Essen und Whiskey mit und feiern gemeinsam. Außerdem gibt es auch einige Thais und Farangs, die den Hügel kennen und für kurze Wanderungen nutzen.

Von weithin sichtbar und doch schwer zu finden

Auch wenn die Phuket Wetterstation von weitem sichtbar ist, so ist der Weg dorthin alles andere als bekannt. Anders als bei View Points wie dem Kata View Point, oder 3-Buchten Blick, liegt dieser Aussichtspunkt nicht direkt an der Straße. Die Zufahrt ist verdeckt und befndet sich abseits der Touristenpfade. Genau das macht den Weg um so lohnender.

Auf der folgenden Google Karte, die von Willy von Phuket 101 erstellt wurde (thank you very much Willy!) ist der Weg vom Central Festival eingezeichnet. Wer von Chalong kommt muss entsprechend die Straße vom Kreisverkehr in Chalong Richtung Central Festival nehmen.


View Phuket Radar Hill Map in a larger map

Hier eine kurze Beschreibung der Zufahrt zum Wetterstation Viewpoint:

Von Central Festival kommend:
Folge der großen Hauptstraße Richtung Chalong, solange bis Du auf Deiner rechten Seite ein großes Elektro-Umspannwerk siehst. Folge der Straße weiter und Du siehst nach der Kurve auf der linken Seite das Gelände und Gebäude der TOT. Gegenüber ist ein schweinchenrosa Torbogen. Etwa 100m weiter ist auf der rechten Seite ein Family Mart. Genau nach dem Family Mart ist eine kleine Straße biege dort ein und folge der Straße.

Von Chalong kommend:
Vom Kreisverkehr in Chalong auf die Straße Richtung Wat Chalong, Central Festival, Flughafen einbiegen und folgen. Nach einigen kilometern siehst du auf Deiner rechten Seite den Wat Chalong. Folge der Straße weiter. Rechts fährst Du an einem Wohngebiet vorbei, in dessen Einfahrt ein Springbrunnen mit Delfinen zu sehen ist. Noch etwas weiter geht es auf der Straße. Achte auf Deiner linken Seite auf den Family Mart. Biege direkt vor dem Family Mart links in die Straße ein und folge dieser.

phuket aussichtspunkt wetterstation phuket stausee

Blick auf den Phuket Stausee

 

Ab dem Family Mart zum View Point:
Vom Family Mart aus abgebogen folge einfach dem Verlauf der Straße, immer Richtung Villa Zolitude. Bei der ersten Gabelung fahre rechts. Danach geht die Straße leicht bergab, halte Dich bei der ersten Gabelung links und kurz darauf in die kleine Straße links. Die Straße geht bergab  zwischen Kautschukbäumen hindurch und dann wieder den Hügel hinauf. Oben kommt eine scharfe rechts Kurve. Du bist direkt vor der Villa Zolitude. Direkt nach der Villa Zolitude biegst Du rechts ab und fährst steil den Hügel hinauf. Folge dieser Straße. Ab hier ist der Weg zur Phuket Report Station ausgeschildert.

Folge einfach der Straße, es geht teilweise sehr steil den Berg hinauf. Etwa auf halber Strecke öffnet sich der Blick auf die Chalong Bucht und auf das versteckte Phuket Reservoir.

Hier oben hat man nicht mehr das Gefühl in Phuket zu sein. Fern ab von allen Touristen, von den Stränden und vom Verkehr unten auf der Hauptstraße.

Folge der Straße es wird wieder steiler und am Ende des steilsten Stücks, mit großen Felsen rechts und links der Straße bist Du am Ziel. Die Straße verläuft weiter nach rechts nach oben zur Wetterstation, die aber nicht zugänglich ist. Du kannst vor der Kurve parken und den Hang hinaufgehen. Es gibt dort zwei Bänke zum rasten.

Blick von Phukets höchstem Aussichtspunkt

Von hier oben hat man einen wunderbaren Blick, zunächst vom „Parkplatz“ aus kommend Richtung Patong und der Westseite von Phuket. Von dem großen grasigen Plateau aus auch einen fantastichen Blick auf Chalong und weit über die Inselmitte von Phuket und an guten Tagen über die Bucht von Phang Nga.radar hill blick auf patong

Hier oben lässt es sich aushalten, um dem Trubel ein bisschen zu entfliehen und ein ganz anderes Gefühl für die Insel zu entwickeln. Allerdings war das Licht an diesem Tag nicht besonders. Ich sollte also nochmal nach oben, um Bilder zu machen.

Wanderungen zum Radar Hill

Die beschriebene Strecke kann sowohl mit dem Moped und Auto, als auch zu Fuß unternommen werden. Ich bin mehrfach dort hochgelaufen, es dauert etwa 45min bis nach oben. Unterwegs sollte man sich etwas vor den streunenden Hunden in acht nehmen. Evtl. einen Stecken mitnehmen. Wenn die Hunde zu aufdringlich werden lieber umdrehen.

wandern phuket radar hill

Beim Abstieg vom höchsten Punkt

Von dort oben gibt es auch diverse kleine Wege und Abzweigungen, die in die Plantagen führen. Die ersten Abzweigungen auf dem Weg nach oben verlaufen sich alle in den Gummibaumplantagen.  Weiter oben, ab dem Punkt an dem der Blick auf das Phuket Reservoir frei ist, gibt es mehrer Abzweigungen, die weiter nach unten führen. Von dort gibt es einen Weg zum Phuket Staudamm, dem ich aber nicht bis ganz nach unten gefolgt bin. Das wede ich im Februar versuchen, wenn es einige Zeit trocken war.

Schöner unbekannter und lohnenswerter Aussichtspunkt

Der Phuket Radar Hill und mit ihm der höchste Aussichtspunkt von Phuket sind ein lohnender kurzer Ausflug. Schöner Ausblick und abseits der Massen.

Kurze Geschichte von Phuket

historisches phuket town altstadt

Historisches Gebäude im sino-portugiesischen Stil

Die Geschichte von Phuket im Überblick

Die meisten Besucher kennen Phuket als reine Urlaubsinsel mit schönen Stränden und warmen Meer. Der Tourismus hat Phuket zur reichsten und teuersten Provinz in Thailand gemacht. Möchte man meinen. Und auch wenn das stimmt, so war Phuket auch vor der Entwicklung zum touristischen HotSpot bereits die reichste Provinz Thailands.

Kaum einer der Besucher weiß etwas über diese Vergangenheit und die wenigsten kommen mit dieser Geschichte in Berührung. Doch auch heute noch sind die Spuren des alten Phuket zu finden…

Erste Erwähnung von Phuket

Die Insel Phuket war vor einigen Millionen Jahren wohl noch Teil des Festlandes, der als Kap ins Meer ragte. Durch Erosion wurde dieses Kap schliesslich vom Festland getrennt. Dieses Kap wurde wohl schon vom griechischen Philosophen und Seefahrer Ptolemäus erwähnt, der in einem im 2.Jh. nach Chr. veröffentlichten Buch davon sprach. Das Kap, das Junk Ceylon genannte wurde diente den Seefahrern als Schutz vor Stürmen, bei der Überfahrt zur malayiischen Halbinsel.

Junk Ceylon entstammt aller Wahrscheinlichkeit nach dem malayischen Ujang Telong, Ujang bedeutet „Halbinsel“, Telong „Kap“.

Die Einwohner lebten damals vorwiegend im nördlichen Teil der Insel, die sie Thalang nannten. Noch heute heißt der nördliche Teil der Insel Thalang und ist ein Distrikt der Provinz Phuket.

Streit um den Zinnhandel

Im 17. Jahrhundert blühte der Handel mit Zinn auf, der auf und um Phuket in großen Mengen vorkam. Die aufstrebenden Kolonialmächte Frankreich, England und Holland hatten alle großes Interesse daran den Zinnhandel auf der Insel zu bestimmen und ihre koloniale Vormachtstellung in der Region zu verstärken.

Um 1680 wurde dem siamesischen König Narai der Einfluss der Engländer und Holländer offenbar zuviel und so ernannte er den französischen Missionar Rene Charbonneau als Governeur der Insel. Einen Posten den er bis 1685 innehatte. Im gleichen Jahr bestätigte König Narai das französische Monopol auf den Zinnhandel. Doch nur wenige Jahre später, 1688, wurden alle Franzosen aus dem Königreich Siam verbannt. Grund hierfür war die siamesische Revolution in der Königsstadt Ayuthaya bei der König Narai gestürzt wurde. Einigen seiner Gefolgsleute war sein freier Umgang mit den ausländischen Kolonialmächten wohl zuviel geworden.

Im darauf folgenden Jahr versuchten die Franzosen noch einmal die Vorherrschaft auf Phuket zrück zu erobern, scheiterten aber und zogen sich schliesslich zurück.

Angriff der Burmesen

Nicht nur Ayuthaya wurde regelmäßig von den Burmesen angegriffen auch Phuket war öfters Ziel.

Phuket Heroines Monument Muk und ChanIm Jahr 1785 wurde Phuket von einer großen, zahlenmäßig überlegenen Streitmacht der Burmesen angegriffen. Doch Francis Light, ein Kapitän der British East India Company sah die Angreifer vom Schiff aus und warnte die lokalen Behörden vor dem Angriff.
Chan, die Frau des kürzlich verstorbenen Gouverneurs, und ihre Schwester Muk führten die lokalen Truppen in die Schlacht von Thalang und besiegten die feindlichen Truppen. Für diese Leistung erhielten sie die Ehrentitel Thao Thep Khasattri und Thao Si Sunthon vom König Rama I.

Im Zentrum von Phuket steht heute das Phuket Heroines Monument, das Heldinnendenkmal, das an die beiden Schwestern erinnert. Zudem findet jedes Jahr im März ein großes Fest zu Ehren der beiden Heldinnen statt.

Etwa 20 Jahre später waren die Burmesen aber erfolgreich und besetzten den nördlichen Teil der Insel, Thalang. Die meisten Einwohner flohen und die ehemalige Hauptstadt der Insel verlor ihren Einfluss.

Aufstieg von Phuket Town

Nachdem Thalang an Einfluss verloren hatte begann der Aufstieg von Phuket Stadt als Zentrum des Zinnhandels. Für die Arbeit in den Minen kamen sehr viele chinesische Immigranten aus der südchinesischen Provinz Fujian auf die Insel. Diese Neuankömmlinge veränderten den ethnischen Charakter von Phuket, was heute besonders in Phuket Town noch zu spüren ist. Besonders in der Inselhauptstadt finden sich viele chinesische Tempel, kleine Garküchen, die chinesisch geprägte Gerichte sevieren, wie Mi Hokkien, und auch das jährliche Vegetarian Festival ist ein chinesisches Fest.

1898 wurde Phuket Hauptstadt des Monthon Phuket, einer Verwaltungseinheit des Landes Siam zur damaligen Zeit. Neben Phuket Stadt  gehörten auch Thalang, Phang Nga, Takua Pha, Ranong und Krabi zu diesem Gebiet.

Als Hauptsstadt profierte Phuket natürlich im Besonderen Maße von dieser Ernennung.

Neben dem Handel mit Zinn profitierte Phuket auch von der Einführung von Kautschukbäumen aus Malaysia, die bald im großen Stil angebaut und verarbeitet wurden.

Der Aufschwung und Reichtum von Phuket zum Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts zeigt sich auch heute noch in den vielen Prachtbauten im sino-portugiesischen Stil, die in Phuket Town zu sehen sind und einzigartig in Thailand sind.

1933 wurde Phuket schliesslich zur eigenständigen Provinz ernannte, wie wir sie heute kennen.

Das Ende des Zinnboom und der Beginn des Tourismus

Anfang der 1980 Jahre fielen die Preise für Zinn und die Ressourcen waren langsam aber sicher ausgeschöpft. Da traf es sich gut, dass die Insel immer mehr von Reisenden aus aller Welt entdeckt wurde. Seit dem folgte eine rasender Aufstieg der Insel zur Touristenhochburg, die heute von etwa 2 Millionen Touristen pro Jahr besucht wird.

Mit dem Tourismus begann der (unkontrollierte) Ausbau bestimmter Orte, mit steigenden Landpreisen und den üblichen Problem von Orten mit schneller touristischer Entwicklung. Und dennoch gibt es auf Phuket noch ruhige Ecken.

Ganz besonders gibt es aber noch immer die Möglichkeit die Spuren der Vergangenheit aufzuspüren:

1. Phuket Heroines Monument
Das Heldinnen Denkmal im Zentrum von Phuket
2. Das Phuket Zinnmuseum (Tin Mining Museum)
3. Thalang National Museum
4. Old Phuket Town
Die Altstadt von Phuket Town mit zahlreichen historischen Gebäuden, chinesischen Schreinen und lokaler Kultur
5. Khao Rang Hill in Phuket Town
Statue des Gouverneurs, der die Kautschukbäume nach Phuket brahcte und Ausblick auf die Stadt

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Warum eigentlich Phuketastic?

Sonnenuntergang am Mekong

Willkommen auf Phuketastic.com!

Als ich vor vielen Jahren nach Phuket zog, um Tauchlehrer zu werden hatte ich keine Ahnung was mich erwarten würde, denn es war mein erstes Mal Thailand, es war mein erstes Mal Asien überhaupt. Umso begieriger war ich das Land, die Menschen und die Sprache kennenzulernen. Sehr schnell war ich begeistert von Thailand und Phuket, dieser so vielseitigen und gegensätzlichen Insel.

Immer schon hatte ich Spass daran an freien Tagen die Insel mit dem Moped oder Auto zu erkunden, neue Strände zu finden, alle Straßen abzufahren, in den Hügeln herumzulaufen und neue Wege zu entdecken. Genauso viel Spass wie das Erkunden machte mir aber auch immer das Teilen der Schönheit der Insel mit unseren Gästen.

Phuket ist so unglaublich vielseitig und bietet wirklich (fast) alles was ein Urlauber sich wünschen könnte:

  • Traumhaftes Wetter
  • Wunderschöne Strände
  • Gutes Tauchen
  • Wellenreiten in der Nebensaison
  • Dschungel
  • Berge (nicht besonders hoch aber ok zum Wandern)
  • Segeln
  • Golf
  • Unterkünfte von sehr billig, bis ultra-luxuriös
  • Essen: einfache Thaiküche bis Sternegastronomie
  • Weltklasse Krankenhäuser(Medizintourismus…)
  • Sehr gute Anbindung an Nachbarländer mit dem Flugzeug
  • Tempel
  • Festivals
  • viele fantastische Tagesausflüge in die Umgebung möglich
  • historische Altstadt von Phukettown
  • ich könnte noch weitermachen, aber ich glaube das genügt vorerst

So vielseitig die Insel auch ist, so wenig bekommen die meisten Touristen mit von Phuket. Außer dem Strand, einigen Bars und dem Hotel sehen viele Besucher nichts von der Insel. Gleichzeitig gibt es die Meinung vieler Touristen, dass Phuket nichts weiter als ein massentouristisch verseuchter Ort ist. Auch wenn dies in bestimmten Teilen der Insel zutrifft, so gilt das ganz sicher nicht für überall.
Denn, wie auch Mallorca nicht nur aus dem Ballermann besteht, gibt es auch in Phuket mehr als nur Patong.

Das andere Phuket

Und genau um dieses andere Phuket und die umliegenden Inseln und Regionen soll es in diesem Blog gehen.
Ich möchte Dir die weniger bekannten Ort auf Phuket näherbringen. Ich möchte Dir einen Einblick in das Phuket geben, das ich liebe. Ich möchte Dir Anregungen geben für Deinen nächsten Urlaub auf Phuket. Aber die Seite ist nicht nur für Urlauber sondern für alle an Phuket interessierten, insbesondere auch für alle Hier-Lebenden Farangs.

Darüber hinaus wird es hier auch einen kleinen, thailändischen Sprachkurs geben, ich zeige Rezepte von thailändischen Gerichten, teste Restaurants, spreche mit Auswanderern und nehme Dich mit auf Entdeckungstour rund um Phuket und darüber hinaus.

Mein Ziel für Phuketastic ist es die beste, größte und informativste Seite über Phuket und für alle Phuket-Liebhaber zu werden.

Woher der Name Phuketastic?

Der Name Phuketastic setzt sich zusammen aus dem Wort Phuket und dem englischen „fantastic“ also: fantastisch, umwerfend, grandios….

Das ist es was Phuket für mich ist: eine fantastische, vielseitige, traumhafte Insel, die ich trotz der negativen Seiten liebe und mein zu Hause nenne.

Ich freue mich über Kommentare, Anregungen und konstruktive Kritik. Lass mich wissen, was Dich interessiert!