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Samstag, Januar 28, 2023
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Transportservices in Phuket – Probleme & Problemlösungen

Erschienen

phuket transport taxis

Ein Gastbeitrag von Michael Schaller von der Seite thailand-spezialisten.com

In seinem Beitrag beschreibt er die diversen Möglichkeiten des Transports auf der Insel. Dabei geht er auch auf damit einhergehende Gefahren und Probleme ein und zeigt auch einige der Schattenseiten auf. Einiges davon wurde bereits in meinen beiden Artikel zum Flughafentransfer und zum Transport auf der Insel beschrieben, andere Aspekte sind neu.

Doch genug der Vorrede. Michael, Du hast das Wort!

Angekommen auf Phuket – wie geht es weiter?

Dein Flieger schwebt auf dem Phuket International Airport (IATA Code: HKT) ein und der Blick aus dem Fenster verrät Dir, das Urlaubsziel ist endlich zum Greifen nah. Blaues Meer, lange Sandstrände und grüne Inseln, so weit das Auge reicht. Deine Urlaubsvorfreude nähert sich dem Stadium der Realisation und Du kannst fast schon den warmen Feinsand zwischen Deinen Zehen spüren.

Direktflieger erleben hier üblicherweise eine effiziente und schnelle Abwicklung der Einreiseformalitäten. Nur ankommende Urlaubsgäste per Anschlußflug sind noch schneller abgefertigt.

Ab hier ist es nur noch einen Katzensprung weit zum erwählten Urlaubsgebiet auf Phuket oder in Phang Nga. Dieser muss nun per Landtransport abgewickelt werden.

Distanzen vom Airport HKT bis zu Deinem Beachidyll in der meistbesuchten Strandregion des Königreiches

Die immerwarme Tropenluft in der Nase, da fühlst Du Dich sogleich beflügelt, den noch notwendigen Transport umgehend hinter Dich zu bringen.

Die Strecken bis zu den Inselbeaches sind überschaubar kurz. Selbst die beliebte Festlandsdestination Khao Lak im Bezirk Takua Pa der Provinz Phang Nga, befindet sich nur rund 75 km weiter nördlich. Die Straßen hier sind asphaltiert und ausgebaut, ächzen aber in der Hauptsaison unter dem zusätzlichen Verkehrsaufkommen.

Kaum eine Inselregion ist über 50 km vom Airport entfernt, das Eiland ist gerade einmal 48 km lang und misst an der breitesten Stelle 21 km. Die Insel ist nicht flach und etliche Straßen über die Gebirge sind kurvig und steil, haben zum Teil sogar Serpentinenabschnitte und gefährliche Gefälle.

Der harte Wettbewerb der Tranportunternehmer

Führt nicht unbedingt zu günstigen oder fairen Situationen im Landtransport auf Phuket. Zu den gekennzeichneten Taxen im Wartebereich vor dem Terminal des Airports, gesellen sich unzählige „Wilde Taxis“, TukTuks, Minivans und Limousinen. Sie alle möchten ein Stück vom Kuchen ergattern und einen möglichst hohen Profit mit ihren Transportleistungen erwirtschaften.

Der überwiegende Teil der Fluggäste trifft unerwartet auf diese Situation und ist oftmals mit den aggressiven Touts (Schleppern) der verschiedenen Transportorganisationen überfordert. Wer hier ohne Bedacht und dem erforderlichen Fachwissen agiert, der ist eine willkommene Beute verschiedener Formen der Touristenabkocherei.

Welchen Risiken begegnest Du als ankommender Tourist auf Phuket?

Zunächst fallen hier die überhöhten Preisgefüge vieler Transportanbieter auf. Nicht jeder davon ist unverschämt mit seinen Forderungen, aber dreiste Schlepper erwarten ankommende Urlauber hier in regelrechten Horden. Airport Limoservices sind unter Umständen eine zwar komfortable Form des Transfers zum Hotel, aber auch eine der Kostspieligsten.

Nicht selten stehen hier bis zu 3.000 THB auf den Angebotspreislisten. Limos und Taxen berechnen allerdings pro Fahrzeug, generell nicht pro Kopf. Gerne verkaufen die Schlepper Transporte nach der Anzahl der Personen. Ein Taxi berechnet für den Transport ab dem Phuket Airport etwa 400 THB nach Phuket City, 550 Baht nach Patong und 650 Baht nach Kata und Karon. Die Taxipreise verstehen sich zuzüglich einer Flughafengebühr von 100 THB. Die Fahrtzeit mit diesen Transportmitteln beträgt üblicherweise deutlich unter einer Stunde für alle Inselziele.

Unter „Wilden Taxen“ verstehen wir unlizensierte und unversicherte Transportunternehmer. Diese bemühen sich oftmals mit Hilfe der Schlepper am Airportausgang um Fahrgäste. Prokopftarife und unnötige Stopps an Kommissionen zahlenden „Touroffices“ machen solche Transporte zu einem riskanten Spiel. Natürlich unterliegen Wilde Taxen weder einer technischen Kontrolle, noch einer Überwachung der Chauffeurqualitäten der Fahrer.

(Anmerkung: Zuverlässige Fahrer für den Flughafentransfer könnt ihr hier direkt über Phuketastic buchen.)

Was gibt es denn an Linienbusverkehr ab dem Airport?

Wer von 06:30 Uhr bis 21:30 Uhr ankommt, der kann preiswert und relativ sicher mit dem stündlich verkehrenden Airport Bus nach Phuket Town fahren.

Der Fahrpreis beträgt 90 Baht, ein Ticketschalter für diesen Airport Bus befindet sich innerhalb des Airports auf dem Fahrbahnlevel. Üblicherweise sind diese Busse grau lackiert und haben schwarz/rote Länglinien auf der Karosserie. Das Gepäck wird natürlich mitbefördert.

Der Airport Bus ist keine Expresslinie, es gibt einige Halte- und Zusteigepunkte entlang der Strecke. Die Fahrtzeit beträgt ca. eine Stunde. In Phuket Town gibt es Weiterverbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln an Deinen Zielort.

Seit Ende 2013 gibt es auch einen Flughafenbus bis nach Patong. Der Preis dafür beträgt 120 Baht. Abfahrt zwischen 8.30 und 20.45 Uhr etwa alle 1.15h. Weitere Infos: phuketairportbusexpress.com

Welche Alternativen bieten sich zum Linienbus?

Es gibt auch einen reglementierten Minibusservice direkt zu den Strandorten. Diese Form der Transfers kostet zwischen 100 und 200 Baht, je nach Zielort (Patong 150 Baht, Kata oder Karon 180 Baht).

Wiederum spielen hierbei später die Kommissionen zahlenden „Touroffices“ unterwegs ein Rolle bei Zwischenaufenthalten zwecks Tour, Elefantentrekking- oder Revueshows und Schnorcheltrips mit Booten.

Gleich zwei Schalter im Erdgeschoss der Terminalgebäudes bietet diese Transfers per Minibussen an. Ergänzend gibt es auch hier unlizensierte und behördlich nicht genehmigte Kleinbusfahrer, welche Dir gerne Dein Geld abknöpfen.

Abgesehen von den Airport Transfers, was gibt es noch zu beachten?

Vom Busterminal in Phuket Town verkehren tagsüber unregelmäßig Kleinbusse und Songtheauws zu den Beachdestinationen. Diese sind in der Regel spottbillig, verkehren aber nur in Stoßzeiten (morgens zum Schulanfang und nachmittags zum Schulende) und bei Bedarf in gebrauchsfähigen Frequenzen für Dich.

TukTuks sind das Sorgenkind Phukets, diese rot lackierten Kleingefährte sind bekannt für horrende Preisforderungen und aggresivste Vorgehensweisen bei Diskrepanzen mit Hoteleigentümern und auch Fahrgästen. Mafiöse Strukturen kontrollieren dieses Gewerbe nach Regionen, selbst für Kleinstrecken fragen diese Brüder ungerechtfertigte Tarife auf.

Einen großen Fehler begeht jeder Fahrgast ohne vorherige Fahrtziel und Preisvereinbarung mit dem Fahrer. Für Fahrten zum Nachbarstrandort werden des Nachts freche Forderungen gestellt. Die Alternative zum Bezahlen ist nur der eigene Transport oder festes Schuhwerk und eine gute Kondition.

Leihfahrzeuge, machen die Sinn?

Grundsätzlich ja und am Besten sogar gleich ab dem Airport. Niedrige Treibstoffkosten in Thailand und preiswerte Anbieter der internationalen Rent-a-Car-Szene, machen das Automieten hier für viele Urlauber zu einem unbedingten Muss.

Wen der Linksverkehr nach englischem Modell vertraut ist und Pässe bewältigen kann, der kann sich mit einem eigenen Auto hervorragend flexibel bewegen und die Insel erkunden, wie es ihm oder ihr gefällt.

Doch Gefahrenaspekte sind auch hier zu beachten. Sei skrupellos und penibel bei der Fahrzeugübergabe und markiere jeden Kratzer, jede Beule und jeden Sprung in der Verglasung (auch der Scheinwerfer!) auf dem Übergabepapier. Je weniger Imageverlust die Autovermietung zu befürchten hat, desto größer sind Deine Chancen auf technische Mängel oder unberechtigte Nachforderungen für angebliche Reparaturkosten.

Bei den weltweit agierenden Unternehmen bist Du am besten aufgehoben, denn die haben eine betriebsinterne Standardüberwachung. Die Parksituation für PKWs an den Strandorten ist nicht mehr einfach und teilweise „verbieten“ Taxifahrer das Parken auf „ihren“ Parkplätzen. Dieses Problem besteht insbesondere in Patong und Kata, Karon.

Mehr Infos zum Mietwagenverleih findest du hier.

Was sollte bei einer Zweiradmiete beachtet werden?

Motorroller und große Maschinen gibt es überall zu mieten.

Das Gefährdungspotenzial für Dich steigt mit der zurückzulegenden Strecke und natürlich auch der jeweils gefahrenen Geschwindigkeit. Die Vorfahrt hat faktisch im Königreich der Stärkere und die Schuld an vielen Unfällen wird generell gerne dem Touristen angelastet.

Es besteht eine allgemeine Helmpflicht für Mopeds, Roller und Motorräder. Die Gefällestrecken, Panoramastraßen und engen Kurven vieler Pisten, reizen begeisterte Zweiradfahrer sehr. Eine besonders hohe Unfallquote auf der Urlaubsinsel ist ein dagegensprechendes Argument. Nur sicheren und geübtesten Fahrern kann hier ein einspuriges Gefährt empfohlen werden.

Die Verkehrsdisziplin der regulären Thai-Verkehrsteilnehmer darf zu Recht als arg defizitär bezeichnet werden. Gelegentliche Überfälle auf Mopedtouristen in der Dunkelheit auf abgelegeneren Routen sind leider auch eine Realität. Neben dem Verlust der Wertartikel und der Brieftasche, kann auch ein eventueller körperlicher Schaden den Urlaubsspaß beträchtlich mindern.

Jetskis an den Beaches – Spaß oder nur ultimatives Scamobjekt?

Jetskis sind an den Küsten bei etlichen Touristen beliegte Sportobjekte für Freizeitkapitäne. Die wendigen Flitzer sind allesamt importiert und erwirtschaften ihren Betreibern beachtliches Kapital. Leider gibt es unter den Jetskianbietern eine größere Menge an Ganoven, die über die reine Verleihe hinaus noch fette Profite erschwindeln wollen. Dabei geht es um verdeckte Schäden, für welche der Ausleiher verantwortlich gemacht wird. Oftmals sind das Altschäden oder unsachgemäss und notdürftig geflickte Schadstellen unterhalb der Wasserlinie.

Die Ganoven bedienen sich dabei sehr rüder Methoden und verdeutlichen ihren Standpunkt mit dem Zeigen von Schusswaffen oder durch herbeigerufene Polizisten, die natürlich an dem Scam beteiligt sind. Die Rede ist dann von hohen fünfstelligen Summen als „Schadensersatz“ in Landeswährung. Wer hier auf diese Masche hereinfällt, dem drohen sehr hohe Folgekosten für den Kurzzeitspaß im warmen Wasser.

Über den Autor des Gastartikels

Der Gastbeitrag wurde verfasst von Betreiber von Thailand-Spezialisten.com – Spezialisten für einen individuellen Thailand Urlaub.

Thailand-Spezialisten