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So wird Thai lernen zum Kinderspiel – Mein Erfahrungsbericht

„Ist es schwer Thai zu lernen?“
„Wie hast Du Thai gelernt?“

Ich kann nicht zählen, wie oft mir diese Fragen in den letzten Jahren gestellt wurden.

Die meisten erwarten, dass ich von hunderten Stunden in der Sprachschule berichte, vom stupiden auswendig lernen von Wörtern und Grammatik, also der Art und Weise, wie uns Sprachen während der Schulzeit „beigebracht“ wurden.

Aber das stimmt überhaupt nicht.

Ganz im Gegenteil.

Die kinderleichte Art Thai zu lernen

Als ich 2004 nach Thailand kam konnte ich kein Wort Thai. An meinem zweiten Tag in Thailand stand ich im Büro der Tauchschule, mein Arbeitsplatz, und sah mir eine Liste mit einigen der häufigsten Sätze auf Thai an. Eine Kollegin, die schon einige Jahre dort arbeitete und mich mit der Liste sah, gab mir den Rat gar nicht erst zu versuchen, die Sprache zu lernen, da „es unmöglich sei“.

Dummerweise finde es unmöglich, etwas unmöglich zu finden.

Darum liess ich mich davon auch gar nicht abschrecken und fing einfach mit dem Lernen an. Einige Monate später gab es dann, mit einer Ausnahme, keinen Kollegen mehr, der besser Thai sprach als ich.
Zugegeben, meine Kenntnisse zu diesem Zeitpunkt waren sehr beschränkt, aber reichten für einfache Gespräche aus. Die meisten meiner Kollegen konnten dagegen auch nach Jahren in Thailand nicht mehr, als ein Bier bestellen oder einige Begriffe nachplappern, die sie in den Bars gelernt hatten. Leider werden diese Begriffe selten ausserhalb dieser Szene benutzt und sind nicht unbedingt salonfähig….

Wie also habe ich in nur wenigen Monaten ohne Sprachschule begonnen Thai zu lernen?

Die Antwort ist ganz einfach:

So wie Kinder Sprachen lernen

1. Durch tägliches Hören der Sprache und durch tägliche Anwendung der Sprache

Das Wichtigste beim Sprachen lernen ist es sich täglich mit der Sprache zu beschäftigen. Ich habe es mir von Anfang an zur Aufgabe gemacht, die Thais dabei zu beobachten, bzw. zu belauschen, wenn sie gesprochen haben.

Was sagen Thais, wenn sie sich treffen?
Was sagen Thais, wenn sie sich verabschieden?
Wie bestellen sie Essen? Wie fragen sie nach der Rechnung?
Welche Wörter benutzen sie dabei genau?

Natürlich habe ich anfangs kein Wort verstanden. Aber nach einigen Tagen habe ich begonnen zumindest unterschiedliche Sätze und Wörter, die immer wieder verwendet wurden, zu erkennen.

Gleichzeitig habe ich mir einige Bücher zum Thai lernen besorgt. Diese habe ich benutzt, um die gehörten Wörter und Sätze zu finden. Damit konnte ich das gehörte mit einem visuellen Eindruck verknüpfen. Ausserdem gaben mir diese Bücher, die Möglichkeit mir neue Wörter und Sätze einzuprägen, auf die ich dann achten konnte.

Neben einem im 7Eleven gekauften englischen Lernheft, habe ich folgende Bücher verwendet, die ich auch heute noch jedem Anfänger empfehle:

Kauderwelsch Thai Wort für Wort* – Mehr ein Nachschlagewerk für diverse Situationen
Einfach Thai lernen, mit CD* – Ein guter Grundkurs fürs Lernen zu Hause
Thai für Anfänger* – Ebenfalls sehr gutes Buch für das Lernen, speziell auch für den Einstieg in die thailändische Schrift.

Heute würde ich auch noch meinen eigenen Thaikurs für Anfänger dazu zählen:)

Phuketastic Thaikurs:

Aber natürlich bringt alles Lernen aus dem Buch nichts, wenn man die Sprache dann nicht anwendet. Denn Anwendung vertieft das Gelernte und zeigt die Lücken. Bei einer tonalen Sprache, wie Thai ist direktes Feedback, ob man verstanden wird, sehr, sehr wichtig.

Thai sprechen, auch wenn Du noch kein Wort kannst!

An meinem ersten Arbeitstag in Thailand bat ich einen unserer Fahrer darum, dass wir uns nur auf Thai verständigen würden. Er lachte und sagte: „Aber Du kannst ja gar kein Thai“ und ich sagte: „Genau darum, sprechen wir ab jetzt nur Thai!“

Anfangs war es sehr schwierig. Ich konnte ja noch keine drei Wörter sagen. Manche Unterhaltungen bestanden aus einem Wort Thai und 5 Sätzen Englisch. Aber ich versuchte, alle Wörter, die ich am Abend in meinen Büchern lernte, am nächsten Tag anzuwenden.

„Wie heisst das auf Thai? Wie sagt man das auf Thai ?“

Ein grosser Fortschritt war, als ich mir endlich merken konnte, wie diese beiden Fragen auf Thai heissen. Ich fragte den Thais um mich herum Löcher in den Buch, wie ein kleines Kind.

Alle Wörter, die ich am Tag gelernt neu gelernt hatte suchte ich dann am Abend wieder in meinen Büchern. Nach und nach wuchs so der Wortschatz an und erste kurze Unterhaltungen auf Thai wurden möglich.

Mein größtes Problem – Das auswendig lernen von Wörtern

Mit dieser „Methode“ lernte ich im Verlauf von einigen Wochen und Monaten immer mehr Thai. Je größer der Wortschatz wurde, umso mehr hatte ich das Gefühl an meine Grenzen zu stoßen.

Ich denke, sobald man über das Niveau von „Hallo, wie geht´s?“ und „Ein Bier, bitte“ hinaus ist und echte Unterhaltungen beginnt, umso wichtiger werden Füllwörter, Fragewörter und Adjektive. Speziell im Thai auch die diversen Classifier. Natürlich auch die Tage, Monate und Uhrzeiten etc.

Dies war dann irgendwann nicht mehr so einfach auf meine spielerische Art zu meistern. Jetzt musste ich mich wirklich hinsetzen und Wörter auswendig lernen. Etwas was ich gar nicht mag.

Deshalb ließ ich das Lernen immer wieder einmal ein paar Monate schleifen. Dann lernte ich wieder einige Wochen lang recht intensiv.

Einen Quantensprung in der sprachlichen Entwicklung machte ich dann als ich 2007 meine heutige Frau kennenlernte und wir uns fast ausschließlich auf Thai unterhielten. Auch hierbei zeigte sich wieder, dass Anwendung der Schlüssel zum Lernen ist. Aber nicht alleine:

2. Fehler machen und daraus lernen

Bei der täglichen Anwendung kommt es zwangsläufig dazu, dass man Fehler macht. Fehler bei der Aussprache, Fehler bei der Betonung, Fehler bei der Satzstellung, Fehler bei der Wortwahl.

Und das ist auch gut so!

Am schnellsten lernen wir nicht durch die Dinge, die wir richtig machen, sondern durch die die wir falsch machen. Zumindest dann, wenn wir aus den Fehlern lernen und sie nicht wiederholen.

Je mehr ich Thai gesprochen habe, umso mehr machte ich Fehler dabei. In einer Sprache, in der ein falsch ausgesprochenes Wort eine komplett andere Bedeutung bekommt, kann das fatal sein. Meist führt es aber nur zu grossem Gelächter.

Zum Beispiel, als ich eine Arbeitskollegin einmal fragen wollte, ob sie Milch in ihren Kaffee möchte und sie dabei ungewollt aufforderte doch mal mit den Brüsten zu wackeln…

Gleichzeitig lernte ich so aber auch die Kunst des thailändischen Witzes zu schätzen, der von (un)bewusst falsch ausgesprochen Wörter, Doppeldeutungen und sexuellen Anspielungen lebt.

Das wichtigste beim Fehler machen ist es, diese zu zulassen und korrigieren zu lassen. Gemachte Fehler zu analysieren und dann schnellstens richtig anzuwenden.

Eine Alternative zu meinem Lernweg des Versuch und Irrtum

Für mich hat diese Version des Selbst-Studiums mit Versuch und Irrtum gut funktioniert. Vermutlich wäre es mit etwas mehr Disziplin und Systematik auch schneller gegangen, aber das kann ich nun nachträglich auch nicht mehr ändern;).

Aber Du könntest das anders machen.

Und genau darum habe ich einen Thaikurs für Anfänger erstellt, der Dir in 12 Wochenlektionen die Grundlagen der thailändischen Sprache vermittelt. Du lernst erste, einfache Gespräche in Alltagssituationen zu führen, erhältst einen Grundwortschatz und Informationen zur Grammatik und richtigen Aussprache.

Dieser Kurs ist ideal für alle, die einen einfachen Einstieg ins Thailändische wünschen ohne dafür zuviel Zeit und Geld zu investieren. Der Kurs verwendet dafür eine Kombination aus Lesen, Hören und Mitsprechen um möglichst viele Sinne gleichzeitig anzusprechen und lässt dich somit die Sprache spielerisch erlernen. Und vor allem wird alles unnötige und komplizierte wie die Schrift weggelassen und der Fokus aufs Sprechen und Verstehen gelegt.

Dafür gibt es eine eigene Lautschrift, die besonders für deutschsprachige Lernende sehr intuitiv ist und den Einstieg sehr leicht macht.

Alle weiteren Infos zum Thaikurs für Anfänger findest du hier:

Mein Leben in Thailand ist viel einfacher durch meine Thaikenntnisse

Thailändisch sprechen zu können hat mir vieles leichter gemacht,  ohne meine Kenntnisse wäre ich in vielen Situationen aufgeschmissen gewesen.

Vor allem aber hat es auch unglaublich viel Spass gemacht diese Sprache zu lernen, die fast niemand kann.

Wenn Du Interesse daran hast Thai zu lernen, dann gebe ich Dir nur einen Rat:

Fang einfach damit an. Am besten gleich!

Es lohnt sich.

PS: Schau Dir einfach meinen Thaikurs einmal an. Ich biete Dir eine 60-tägige Geld-zurück-Garantie. Du kannst den Kurs also vollkommen risikofrei testen. Jetzt zum Thaikurs für Anfänger – Onlinekurs

Wie sagt man Ich, Du, Er, Sie, Es auf Thai? – Thai lernen online #2

Eigentlich sollte es ganz einfach sein. Für jeden deutschen Begriff ein thailändisches Wort. Leider ist das nicht so. Ganz im Gegenteil.

Bevor wir uns die vielen Möglichkeiten einmal genauer anschauen, ein ganz kurzer Blick auf die traditionelle thailändische Gesellschaftsstruktur.

Thailand als hierarchische Gesellschaft

Im Gegensatz zu vielen Ländern des Westens, in denen sich alles zu immer noch flacheren Hierarchien hinbewegt, ist Thailand, sehr stark von Hierarchien geprägt. Das hat neben dem(oft auch übertriebenen) Respekt, den man vor Älteren und Höhergestellten hat, auch Auswirkungen auf die Sprache.

An der Spitze der thailändischen Gesellschaft steht ganz klar der König und die königliche Familie. Dies drückt sich im Verbot von Kritik aus, genauso wie in der Verehrung des Königs von so gut wie jedem Thai.

Aber die Hierarchie beginnt bereits in der Familie. Jedes Kind nimmt seinen Platz am unteren Ende der Leiter ein. Ältere Geschwister, Nachbarskinder und ältere Verwandte und Bekannte sind ihnen übergestellt.  Und auch wenn kleine Kinder verhätschelt werden, so müssen sie doch den älteren Folge leisten.

Im Arbeitsleben gibt es ganz klare Vorstellungen davon, wer wo seinen Platz hat und wie er sich seinen Vorgesetzten gegenüber zu verhalten hat.

Wie im Beitrag Begrüßung auf thailändisch beschrieben drückt sich das auch in der Form der Begrüssung aus, z.B. ob mit einem Wai gegrüsst wird oder nicht, Höhe des Wai etc. Ein Thai würde z.B. niemals sein Zimmermädchen mit einem Wai begrüßen, wie es westliche Touristen gerne machen.

Und natürlich drücken sich diese familiären und gesellschaftlichen Strukturen auch in der Sprache aus.

Ich, Du, Er, Sie, Es auf thailändisch – Für jedermann

Zurück also zur Sprache. Zunächst einmal die wichtigsten Formen, die man als Farang in Thailand benutzen kann. Diese sind höflich genug für den Alltag und werden verstanden.
Später im Beitrag gehe ich dann noch auf die vielen verschiedenen Varianten ein.

ICH – auf thailändisch:

Phom (ผม) –  wird nur von Männern verwendet.

Tschan ( ฉัน) – wird von Frauen verwendet, kann aber auch von Männern verwendet werden, wenn diese mit ihrer Frau, Freundin sprechen. Besonders oft ist dies in Soap Operas und in Thai Songs zu hören.

DU – auf thailändisch:

Khun (คุณ) – Wird sowohl von Männern, als auch von Frauen verwendet und ist eine höfliche Form, die problemlos im Alltag verwendet werden kann. Das Wort ist im übrigen das gleiche, das auch für Herr/Frau soundso verwendet wird. Khun Sebastian – Herr Sebastian.

ER – auf thailändisch:

Khao (เขา) – Wird für Männer verwendet. Ausgesprochen wird das ähnlich wie das deutsche Kau, in „Kau, bevor du schluckst…“

SIE – auf thailändisch:

Tör (เธอ) – Wird für Frauen verwendet. Aussprache ist wie ich es geschrieben habe, stell dir eine Tür vor, aber keine Tür sondern eine tÖÖr.

ES – auf thailändisch:

Man (มัน) – sollte tatsächlich nur für Sachen, Dinge, Tiere etc verwendet werden. Thais verwenden es aber auch einmal abfällig über eine Person, ähnlich wie es im deutschen auch gemacht wird. Wir sollten das als Farangs aber nicht. Aussprache, wie der deutsche Mann.

WIR – auf thailändisch:

Rau (เรา) – wird verwendet wie im deutschen, für mehr als eine Person, oder Gruppen. Aussprache, wie rauh auf deutsch, nur das R wird ausgesprochen, wie eine Mischung aus r und l. D.h. die Zunge ist nicht so weit vorne im Mund, sondern mittig eingerollt…Ich sollte wirklich eine Video darüber machen, wie ich meine Zunge mittig einrolle;-)

Es gibt auch die Möglichkeit phuag rau zu verwenden, was soviel wie unsere Gruppe heisst.

IHR – auf thailändisch:

Khun (คุณ) – Gleiches Wort wie für das männliche Du. Wird aber genauso auch für Ihr verwendet. Auch hier gibt es die Möglichkeit phuag khun zu verwenden, das dann euere Gruppe bedeutet.

SIE – auf thailändisch:

Khao (เขา) – Das gleiche Wort wie Er. Auch hier gibt es wieder die Variante mit phuag khao, um deutlicher zu machen, das es sich um sie-diese Gruppe handelt.

Weitere Anredeformen, die von Thais (häufig) verwendet werden

Die folgenden Formen habe ich aufgelistet, um zu zeigen, wie vielschichtig die thailändische Sprache ist, wenn man sich wirklich damit befasst.

Ich – Formen

Gu (กู) – eine sehr unhöfliche Form. Sollte von Farangs auf keinen Fall verwendet werden. Thais nutzen dies nur mit sehr engen Freunde und in Familien(eher die unteren sozialen Schichten) und wenn sie wütend sind. Im bekannten Film Tom Yam Goong, schreit der Hauptdarsteller am Ende immer wieder „Chang Gu Yu Nai – Wo ist mein verdammter Elefant“

Di-Tschan (ดิฉัน) – deutlich höflicher, als Tschan, das wir bereits weiter oben hatten.

Kapachau (ข้าพเจ้า) – sehr höfliches Wort, das von Männern verwendet wird. V.a. im schriftlichen, formalen Thai.

Atthama (อตมา) – wird nur von Mönchen verwendet. Als ich das erste Mal länger mit einem Mönch sprach, habe ich mich die ganze Zeit gefragt wer denn dieser Atthama ist, von dem er immer redet;-)

Rau (เรา) – Das Wort für wir kann auch für ich benutzt werden.

Nuu (หนู) – Das Mäuschen. Vor allem Mädchen und junge Frauen nutzen das anstelle von ich. Aber auch erwachsene Frauen, die mit deutlich älteren Frauen sprachen habe ich schon gehört. In Südthailand wird aus dem Nu ein Nui, was winzig bedeutet.

Luug (ลูก) – Viele Kinder und auch Frauen nennen sich selbst Lug(Tochter/Sohn), wenn sie mit ihren Eltern oder älteren Bekannten/Verwandten sprechen.

Nong (น้อง) – kommt von kleine Schwester/kleiner Bruder. Wird in diesem Fall stellvertretend für ich verwendet. Wenn das Gegenüber Älter ist.

Pi (พี่) – kommt von große Schwester/großer Bruder. Wird auch hier stellvertretend verwendet, wenn das Gegenüber Jünger ist.

Ai (ไอ) – Besonders Frauen gerne das Wort Ai, was eigentlich das englische Wort I, als Ich ist.

Vorname –  Ebenfalls fast ausschließlich von Frauen wird der eigene Vorname anstelle von Ich verwendet. Männer machen das eigentlich nur, wenn sie schwul sind.

Du – Formen

Ähnlich wie bei den ich Formen gibt es auch einige Du-Formen.

Müng (มึง) – Die vulgärste Variante jemanden anzusprechen. Sollte auf jeden Fall von keinem Farang benutzt werden. Thais verwenden das Wort unter sehr engen Freunden oder wenn sie jemanden beleidigen wollen.

Töör (เธอ) – Wie sie weiter oben. Allerdings hier als Du Variante, die unter Freunden spielerisch genutzt wird.

Eng (เอง) – Wird ebenfalls unter Freunden und Familie genutzt ist aber nicht vulgär.

Gää (แก) – Wird ebenfalls unter Freunden und Familie genutzt. In anderen Situationen ist es beleidigend.

Thann( ท่าน) – Sehr höfliche Du-Form, die v.a. im formalen Schrift-Thai verwendet wird.

Nuu (หนู) – Siehe oben, als Ich-Form, wird es auch gerne von Eltern für Töchter verwendet. Oder wenn es einen sehr grossen Altersunterschied zwischen den Frauen gibt.

Nong (น้อง) – Als Ansprache von Personen die jünger als man selbst ist.

Pii (พี่) – Als Ansprache von Personen die nur einige Jahre älter als man selbst ist.

Baa (ป้า) – So werden Frauen angesprochen, die deutlich älter als man selbst ist und die man nicht kennt. Wenn sie sehr alt sind, dann auch als Yai. Baa heißt Tante, Yai ist Großmutter.

Lung (ลุง) – Gleiches gilt auch für Männer, die man nicht kennt. Wenn Sie deutlich älter sind, aber noch keine Greise, dann ist es der Onkel. Bei sehr alten Männer wird daraus der Dtaa, der Großvater.

Verwandtschaftsbezeichnung + Vorname – Die genannten Verwandtschaftsbezeichnungen und viele weitere, die ich nicht aufgeführt habe, in Kombination mit dem Vornamen ist auch eine gängige Anrede für Personen, die man kennt. Unabhängig davon, ob es Verwandte sind oder nicht.

Berufsbezeichnung – Sehr gerne werden auch Berufsbezeichnungen verwendet. Oft auch in Verbindung mit einem höflichen Khun davor. Z.B. Khun Moh (Herr Doktor), Ajarn (Lehrer), Mae Kah (Verkäuferin) etc.

Zu guter letzt noch ein Zungenbrecher, den ihr Euch merken solltet, wenn ihr einmal das Glück haben solltet eine königliche Audienz zu bekommen:

dtai-fah-la-ohng-tuli-pra-baht (ใต้ฝ่าละอองธุลีพระบาท) – das heißt soviel wie: „(ich) tiefer als der Staub unter Euren königlichen Füssen“ und wird nur in direkter Ansprache des Königs verwendet und sollte nie genutzt werden, um sich einen Spaß daraus zu machen….Denn da verstehen die Thais keinen Spaß;-)

War das nun hilfreich oder vielleicht doch eher verwirrend:D ?

Ich hoffe der Beitrag hat etwas Licht in die Vielfalt der thailändischen Anredeformen gegeben. Auch wenn es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, von denen ja nicht alle verwendet werden, so reichen doch die ersten Formen, die ich genannt habe aus. Die anderen sind dann entweder für Fortgeschrittene oder aber wirklich nur für besondere Anlässe.

Thai lernen mit dem Phuketastic Online Sprachkurs

Übrigens, habe ich vor kurzem einen Thailändisch Onlinekurs erstellt, der Dir in 12 Wochenlektionen die Grundlagen der thailändischen Sprache vermittelt. Du lernst erste, einfache Gespräche in Alltagssituationen zu führen, erhältst einen Grundwortschatz und Informationen zur Grammatik und richtigen Aussprache.

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Dafür gibt es eine eigene Lautschrift, die besonders für deutschsprachige Lernende sehr intuitiv ist und den Einstieg sehr leicht macht.

Alle weiteren Infos zum Thaikurs für Anfänger findest du hier:

 

Wie grüsst man auf thailändisch?

 

Das Flugzeug hebt ab. Meine erste Reise nach Asien. Für die nächsten (mindesten) 6 Monate (es wurden dann doch 7 Jahre am Stück…) soll Phuket mein zu Hause werden. Ich nehme die Flugzeug-Lektüre von Thai Airways in die Hand und lese den Namen des Magazins:

Sawasdee

thai lernen begrüssung sawatdi krab

Ich erinnere mich im Reiseführer gelesen zu haben, dass dies das Wort für Guten Tag auf Thai ist. Doch wie wird es ausgesprochen? Wie man es liest – sa-was-dee? Oder ist dies dies die englische Schreibweise und es heisst sa-was-di?

Ich versuche auf die Lautsprecherdurchsagen zu achten und vielleicht zu hören, wie das thailändische Personal das Wort ausspricht. Vergeblich. Den ganzen Flug über zerbreche ich mir den Kopf darüber, wie man wohl richtig grüßt.

Damit Du nicht genauso unwissend nach Thailand fliegen musst, wie ich 2004, habe ich hier einmal eine kurze Lektion zur Begrüßung auf thailändisch zusammengestellt.

Die gängige, höfliche Begrüßung ist ganz einfach:

Sawatdii Krab für den Mann – Sawatdii Kah für die Frau

!Hinweise!
Ich verwende hier eine Schreibweise, die deutsch gelesen, der thailändischen Aussprache am Nächsten kommt. Mehr zu Transkriptionssystemen und Schreibweisen, werde ich in einem eigenen Artikel schreiben.

Die wohl häufigste Begrüßung ist Sawatdii, gefolgt von der Höflichkeitsform Krab(hört sich oft an wie Kab) für den Mann. Bzw. kah für die Frau.

Wichtig ist bei den Höflichkeitsformen, dass diese auf den Sprecher bezogen sind.

D.h.: ein Mann verwendet immer Krab – eine Frau immer Kah. Unabhängig davon wer das Gegenüber ist.

Sawatdii Krab hat in etwa die gleiche Bedeutung wie Guten Tag. Du kannst Sawatdii krab/kah mit allen Thais verwenden die Du triffst. Auch die meisten Thais werden Dich so begrüßen. Oftmals begleitet von einem Wai. Am besten ist es aber den Wai nicht zu erwidern, wenn man nicht wirklich sicher ist, wie er anzuwenden ist. Zuviel kann dabei falsch gemacht werden.

Dazu in diesem Video mehr.

 

Zur Aussprache:

Sawatdii – wird in etwa so ausgesprochen, wie ich es geschrieben habe:

sa-wat-dii – Sa, wie Sa in Salat; Wat, wie das Watt; Dii, wie das englische D in DJ

Krab – in etwa wie die erste Silbe in Krabbe, oft, besonders von Thais ausgesprochen wie

kab – etwa wie die erste Silbe von Kappe

Kah –  Die weibliche Variante Kah wird ausgesprochen wie die Schlange Kaa im Dschungelbuch, da der Ton dabei aber etwas höher gezogen.

Auf wiedersehen – Verabschiedung

Im übrigen kann Sawatdii Krab/Kah auch zum verabschieden verwendet werden.

Weitere mögliche Grussformen der Thais

Abgesehen vom Standard-Gruß Sawatdi gibt es natürlich noch einige weitere Grüße. Besonders unter Gleichaltrigen und Leuten, die man häufiger sieht, sagt man nicht jedes Mal Sawatdii.

Hier gibt es zwei sehr häufige Variante:

Ginn khau rüü yang – Hast Du schon gegessen?

Bpai Nai – Wohin gehst Du? bzw.

Bpai nai maa – Woher kommst Du? Wo warst Du?

Für uns Farangs sind dies aber nicht unbedingt die gängigen Formen. Wenn Du allerdings schon ein bisschen länger in Thailand bist und auch ein bisschen Thai sprichst, dann kann es vorkommen, dass Du ab und zu so angesprochen wirst.

Aber achte doch einfach bei Deinem nächsten Thailandaufenthalt darauf, wie sich die Thais untereinander grüssen.

Wie wir Farangs auf der Straße gegrüßt werden – nicht ganz ernst, aber doch sehr wahr

Neben den thailändischen Grüssen, die ich bereits erwähnt habe gibt es noch einige Grußformeln, die nur für uns Farangs bestimmt sind. Dazu zählen, nicht ganz ernst gemeint:

Hello – Gängiger Gruß von Jedermann, oft das einzige englische Wort das diese Person kann

Hey you – Besonders junge Männer und Kinder rufen einem diesen Gruß zu. Dies ist nicht unfreundlich gemeint. Sie wissen es nicht besser.

My friend – Taxifahrer, Schneider, T-Shirt Verkäufer etc. sie alle wären gerne der Freund Deines Geldbeutels. Wenn Du so gegrüßt wirst, dann renn….;-)

Taxi – gerne kombiniert mit hey you und where you go

Where you go – siehe weiter oben bpai nai, ein gängiger Gruss. Hier aber eher verwendet von Barmädels und Taxifahrern

Hey sexy man – Egal ob 20 Jahre und durchtrainiert oder 80 Jahre und 150 Kilo. Wer in Thailand an einer Bar vorbeikommt, der wird zum Sexy Man.

Weeelllcoooome – Als Sexyman bist du natürlich besonders willkommen in der Bar. Der gängige Gruß ist ein vielstimmiges weeeelllllcoooome.

Farang, Farang – Eher in ländlichen Gegenden, die selten Farangs zu sehen bekommen. Hier kann es passieren, dass das ganze Dorf zusammen kommt, um den Farang zu sehen, dessen Eintreffen mit lauten, erstaunten Farang Rufen angekündigt wird.

Fazit:

Die Grußformel der Wahl für alle Thailandreisenden sollte Sawatdi Krab/Kah sein. Das kannst Du auch sehr gut in thailändischen Restaurants in Deutschland anwenden.

Mein Tipp für den nächsten Thailandaufenthalt ist es auf die Begrüßung von Thais untereinander zu achten. Sicherlich wird Dir sehr schnell auffallen, dass die oben erwähnten Formen, wie Bpai Nai sehr oft verwendet werden.

PS: Thai lernen mit dem Phuketastic Onlinekurs

Übrigens, habe ich vor kurzem einen Thailändisch Onlinekurs erstellt, der Dir in 12 Wochenlektionen die Grundlagen der thailändischen Sprache vermittelt. Du lernst erste, einfache Gespräche in Alltagssituationen zu führen, erhältst einen Grundwortschatz und Informationen zur Grammatik und richtigen Aussprache.

Dieser Kurs ist ideal für alle, die einen einfachen Einstieg ins Thailändische wünschen ohne dafür zuviel Zeit und Geld zu investieren. Der Kurs verwendet dafür eine Kombination aus Lesen, Hören und Mitsprechen um möglichst viele Sinne gleichzeitig anzusprechen und lässt dich somit die Sprache spielerisch erlernen. Und vor allem wird alles unnötige und komplizierte wie die Schrift weggelassen und der Fokus aufs Sprechen und Verstehen gelegt.

Dafür gibt es eine eigene Lautschrift, die besonders für deutschsprachige Lernende sehr intuitiv ist und den Einstieg sehr leicht macht.

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