Warum Thailands Militärregierung die Rettung für Phuket sein könnte

Bislang habe ich mich mit Kommentaren zur politischen Situation in Thailand, zum Militärputsch und den seitdem stattfindenden Veränderungen im Land zurück gehalten.

Aus gutem Grund.

Denn am Anfang war einfach noch nicht abzusehen, wie sich die Situation entwickeln würde. Zwar war ich von Beginn ein Befürworter eines militärischen Einschreitens, um die angespannte Situation und die politische Pattsituation zu lösen. Aber bei einem so kontroversen Thema wollte ich meine private Meinung dennoch lieber erst einmal für mich behalten.

Auch den zahlreichen Säuberungsaktionen auf Phuket sah ich anfangs skeptisch entgegen. Als langjähriger Phuketianer bin ich groß angekündigte Aktionen, die nach einigen Wochen im Sand verlaufen gewöhnt und habe einen gewissen Pessimismus entwickelt, wenn es um die Fähigkeiten von lokalen Behörden und Polizei geht.

Doch scheinbar ist diesmal wirklich einiges anders und es besteht eine reale Chance, dass sich Dinge zum besseren ändern. Allerdings lösen diese Veränderungen auch einiges an Unmut und Unsicherheit bei Urlauber aus. Und ich finde es ist an der Zeit mal meine Sicht darzustellen.

Das Einschreiten des Militärs war notwendig und absolut richtig

In diesem Beitrag hole ich etwas weiter aus und beginne mit dem Militärputsch, der von den westlichen Medien so verteufelt wurde und schließe mit den Veränderungen auf Phuket, wie der gegenwärtigen Säuberungsaktion.

Zum Zeitpunkt als das Militär sich dazu entschloss, die Macht im Land zu übernehmen war Bangkok zum wiederholten Male von Demonstranten lahm gelegt worden. Die Regierung war handlungsunfähig, das Land politisch im Stillstand und auch die Wirtschaft drohte nach längerem Aufschwung wieder abzustürzen. Eine politische Lösung war nicht abzusehen.

Auslöser der Proteste war zunächst ein umstrittenes Amnestiegesetz, das dem gestürzten und wegen Amtsmissbrauch zu einer Haftstrafe verurteilten Ex-Regierungschef Thaksin Shinawatra und Bruder der Regierungschefin Yingluck Shinawatra die Rückkehr aus dem Exil ermöglicht hätte.

Zu Beginn allerdings waren die Demonstrationen der Regierungsgegner noch große Volksfeste mit Musik, Tanz und guter Laune. Die Menschen strömten vor allem aus den Provinzen rund um Bangkok und dem Süden Thailands in die Hauptstadt um gegen die von ihnen ungeliebte und als korrupt bezeichnete Shinawatra Regierung zu demonstrieren.

Im Laufe der Wochen kamen mehr und mehr regierungstreue Demonstrationen nach Bangkok, um die Regierungsgegner aus der Stadt zu vertreiben. Es kam zu ersten Zusammenstößen mit Verletzten. Dann erste Tote.

Die Stimmung schlug mehr und mehr um.

Die Proteste zwischen Regierungsgegnern und Befürwortern wurden zunehmend gewalttätiger. Es gab Tote und unzählige Verletzte. Auf beiden Seiten. Bei Kontrollen wurden immer häufiger große Mengen an Kriegswaffen gefunden.

Die Regierung selbst zeigte sich zu Beginn der Proteste unfähig irgendetwas dagegen zu unternehmen und war bereits seit Monaten handlungsunfähig. Das Kabinett wurde bereits im Dezember 2013 aufgelöst, geplante Neuwahlen von der Opposition boykottiert und Regierungschefin Yingluck Shinawatra im Mai 2014 per Gerichtsbeschluss wegen Vorteilsnahme aus dem Amt enthoben.

Dass sich im Laufe der Monate herausstellte, dass diverse Wahlversprechen mit denen die ländliche Bevölkerung im Nordosten geködert wurden nicht eingehalten worden waren und die Reisbauern über Monate nicht bezahlt wurden verärgerte dann selbst langjährige Anhänger der Regierungspartei und des Shinawatra Klan.

Verhandlungen zwischen beiden Seiten waren unmöglich. Keiner wich auch nur einen Millimeter von seiner Position ab. Die Forderungen teilweise nicht umsetzbar bzw. ein klarer Zukunftsplan nicht vorhanden.

Das Militär tat das einzig richtige, um einen zu diesem Zeitpunkt wirklich möglichen Bürgerkrieg abzuwenden.

Es übernahm die Macht im Land, verhängte das Kriegsrecht und damit eine landesweite Ausgangssperre. In den folgenden Tagen wurde zunächst einmal Bangkok wieder in den Normalzustand versetzt, Demonstrationen wurden verboten, die Meinungsfreiheit eingeschränkt.

Ja, all das klingt nicht gerade nach westlichem Demokratieverständnis.

Aber erstaunlicherweise, oder wenn man seit Jahren in Thailand lebt eigentlich nicht erstaunlich, begrüßten die meisten Thais den Militärputsch. Der größte Teil der thailändischen Bevölkerung will einfach nur ganz normal leben. Die meisten Thais in Bangkok waren einfach nur genervt von den Demonstrationen, die sie in ihrem täglichen Leben beeinträchtigten.

Das Militär sorgte wieder für Ruhe und Ordnung. Das Militär und die Ausgangssperre verunsicherte außer einigen Urlaubern, die Angst um ihr nächtlichen Barbesuche hatten eigentlich niemand.

Im Gegenteil. Die Menschen strömten auf die Straßen um sich mit den Soldaten fotografieren zu lassen.

Selfies mit Soldaten waren der neue Trend der Stunde

Eigentlich ist es auch nicht weiter erstaunlich, dass die Thais im großen und ganzen positiv auf den Militärputsch reagieren.

Denn zum einen genießt das Militär im Land ein hohes Ansehen und zum anderen war Thailand noch nie eine wirkliche Demokratie. Vor allem aber ist Thailand ein Land mit ausgeprägten Hierarchien und die Menschen sind straffe Strukturen mit übergeordneten Befehlsgebern von Kindesbeinen an gewohnt.

Thailand war noch nie eine Demokratie

Zumindest keine Demokratie nach westlichem Verständnis.

Natürlich gibt es in Thailand, zumindest im Ansatz, freie Wahlen. Und ein Parlament. Und prinzipiell auch die Gewaltenteilung.

Allerdings ist das Kaufen von Stimmen auf dem Lande in Thailand eine gängige Vorgehensweise der großen Parteien vor wichtigen Wahlen.

Und auch einige Voraussetzungen für eine echte Demokratie, wie Meinungs- und Pressefreiheit sind hier nicht gegeben.

Denn zum einen ist Thailand nicht gerade für seine Pressefreiheit bekannt und nimmt Platz 130 von 180 Ländern ein. Die Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit zeigt sich nicht nur in den drastischen Gesetzen gegen Majestätsbeleidigung, sondern auch in der Zensur von Medien, und der Sperrung von unerwünschten (politischen) Internetseiten.

Problematisch ist aber auch die Verwendung einer offiziellen Sprache in den Fernsehnachrichten und politischen Berichterstattung, die so stark von der Umgangssprache der einfachen Bevölkerung abweicht, dass Millionen von wenig gebildeten Thais, diese Sprache nur in Bruchstücken verstehen.

Überhaupt ist die fehlende Schulbildung von großen Teilen der Bevölkerung, nicht nur auf dem Land, ein Problem um eine wirklich funktionierende Demokratie zu entwickeln.

Dabei ist es nicht nur der Fakt, dass Millionen von Thais die Schule vorzeitig verlassen, sondern auch das schlechte Niveau der Schulen allgemein, das sich negativ auf die „Demokratiefähigkeit“ auswirkt.

Das thailändische Schulsystem, an den öffentlichen Schulen, ist total veraltet und basiert auf Drill, straffen Hierarchien und Nationalismus. Der Tag beginnt mit Ansprachen durch die Schulleitung und Lehrer während die Schüler in Reihen stehen oder sitzen. Dann wird die thailändische Flagge gehisst und die Nationalhymne gesungen bevor es in die überfüllten Klassen geht, wo die Lehrer mit strenger Hand und Frontalunterricht die Schüler zum Auswendig lernen erziehen. Eigenständiges Denken wird bestraft, nicht gefördert.

Solange sich am Schulsystem und der hierarchischen Struktur in Thailand nichts ändert wird es auch keine Demokratie nach westlichem Verständnis geben.

Aber vielleicht muss es das auch gar nicht?!

Im Westen gehen wir immer davon aus, dass Demokratie die einzig wahre Gesellschaftsform ist. Dabei wird aber gerne übersehen, dass es durchaus Länder gibt in denen die Menschen in Frieden, Wohlstand und relativ großer Freiheit leben, die nach westlichem Verständnis nicht demokratisch sind, wie z.B. Singapur.

Ich bin der Meinung, dass, zumindest bevor es umfassende Reformen in Thailand gibt, ein autoritär geführter Staat wie in Singapur das Beste für Thailand wäre. Für die Masse der Bevölkerung würde dies ohnehin ihrem von hierarchischen Strukturen geprägten Denken besser entsprechen.

Ein autoritär geführter Staat bietet den Vorteil, dass Entscheidungen schneller umgesetzt werden können. Dass notwendige Reformen auch gegen Widerstände durchgeführt werden können. Und sie bietet der Regierung mehr Handlungsspielraum um Missstände im Lande zu beseitigen.

Und genau das ist es was die Militärregierung gerade macht.

Es scheint, dass die führenden Köpfe des Militär die Missstände des Landes schon sehr lange beobachtet haben und nun rigoros dagegen vorgehen. Das Erstaunliche ist dabei die Geschwindigkeit der Veränderungen im Land. Und es scheint, dass zum ersten Mal tatsächlich auch vor großen Fischen nicht Halt gemacht wird.

Die größte Baustelle für das Militär – Die Korruption

Korruption ist in Thailand allgegenwärtig. Vom einfachen Straßenpolizisten über Beamte bei der Immigrationbehörde bis hin zur Regierung gibt es kaum offizielle Stellen, deren Angestellte nicht korrupt wären. Mit den nötigen Kleingeld lässt sich geltendes Recht immer irgendwie zu den eigenen Gunsten biegen.

Die Korruption in Thailand hat mittlerweile solche Ausmaße erreicht, dass Bestechungsgelder mittlerweile 2,6% des Bruttoinlandsprodukts ausmachen!

Kein Wunder, dass in Thailand jeder irgendwie macht was er will. Das Land ist zu einem riesigen Selbstbedienungsladen verkommen. Und die meisten Thais vertreten dabei die Einstellung: „Korruption ist nur schlecht, wenn sie mir keinen persönlichen Vorteil verschafft“

Und genau um diese allgegenwärtige Korruption und Selbstbedienungsmentalität geht es auch bei den großen Säuberungsaktionen auf Phuket, aber auch in anderen Landesteilen.

Die Säuberung von Phuket ist vor allem ein Kampf gegen die Korruption

Über Jahrzehnte bediente sich jeder selbst. Und die Polizei und lokale Behörden schauten gegen kleinere und größere Zahlungen gerne weg oder änderten bewusst bestehende Bestimmungen oder Dokumente.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich eine Taximafia entwickeln konnte, die von Jahr zu Jahr mehr Einfluss gewinnt, Zufahrten zu Hotels kontrollieren, sogar Wegezoll für die Abholung von Gästen aus „ihrem Hotel“ verlangen und jahrelang erfolgreich die Einführung von preisgünstigen Metertaxis oder gar öffentlichen Verkehrsmittel verhindern.

Es ist auch nicht verwunderlich, dass mit gefälschten Landtiteln Hotels oder Villen in Nationalparks oder über der 80m Grenze gebaut werden.

Und genauso wenig ist es verwunderlich, dass die öffentlichen Strände, die dem König gehören und jedermann frei zugänglich sein sollten von einigen wenigen Geschäftsleuten unter sich aufgeteilt wurden. Liegestuhlvermieter, Restaurantbetreiber, Jetskibetreiber und andere besetzten jeden freien Meter der Strände und sorgten dafür, dass von den Stränden vieler Orts nicht mehr zu sehen war.

Denn alle diese illegalen Machenschaften wurden von der lokalen Polizei und Behörden abgesegnet und geschützt. Dafür flossen über die Jahre Milliarden von Baht in die Taschen von korrupten Beamten.

Normale Bürger hatten davon herzlich wenig. Natürlich entstanden an den Stränden und durch den über Jahre boomenden Tourismus zahlreiche Arbeitsplätze, die vor allem von Thais aus anderen Landesteilen besetzt wurden. Doch der allergrößte Teil der Gelder ging an einige wenige Geschäftsinhaber und korrupte Beamte.

Steuereinnahmen für die Nutzung von öffentlichen Flächen oder gar für die auf diesen öffentlichen Flächen erwirtschafteten Gewinne dürften wohl kaum erzielt worden sein.

Die große Säuberungsaktion auf Phuket

Auf Phuket wurden in den letzten Wochen zahlreiche lokale Politiker verhaftet, ebenso wie illegale Taxifahrer, die Pläne für ein inselweites Metertaxisystem sind weit fortgeschritten. Illegale Taxistände wurden abgerissen. Alle neuen Taxen werden mit Metern ausgestattet, wie ich vor ein paar Tagen bei der Zulassungsbehörde selbst sehen konnte.

Und an den Stränden werden nach und nach alle Gebäude, darunter Restaurants, Beachclubs und Bungalows abgerissen, die sich auf öffentlichem Land befinden. Liegestühle und Sonnenschirme wurden von den Stränden verbannt. Die Strände werden nach und nach in ihren Originalzustand versetzt.

Dabei wurde auch vor großen Namen, wie dem Catch Beach Club am Surin Beach nicht halt gemacht. An einigen Stränden widersetzen sich Geschäftsleute den Anordnungen und weisen auf Verträge hin, die ihnen das Recht auf Nutzung geben. Auch das zeigt wieder das Ausmaß der Korruption, denn es zeigt, dass lokale Behörden öffentliches Land vermietet haben, wozu sie nicht das Recht hatten.

Schlimm für einzelne aber absolut notwendig für die Zukunft von Phuket und Thailand

Selbstverständlich ist es schlimm, dass Menschen Arbeitsplätze an den Stränden verlieren, wie die Massagedamen oder Angestellte in den Restaurants. Und auch für kleinere Familienunternehmen die nun ihre Restaurants oder andere Geschäfte direkt am Meer schließen müssen ist das sicherlich tragisch.

Dabei darf man aber nicht vergessen, dass ihre Geschäfte und immer größer und massiver werdenden Bebauungen an den Stränden von Beginn an illegal waren. Vielleicht trifft nicht alle eine Schuld daran, denn es wurde ihnen ja, wenn auch gegen Schmiergeldzahlungen, von lokalen Behörden gestattet. Aber das ändert nichts daran, dass sie illegale Geschäfte betrieben haben.

Die Korruption und die unkontrollierte Selbstbedienungsmentalität in Thailand und speziell auf Phuket haben sich zu einem riesigen Problem entwickelt, dass die Zukunft der Insel bedroht. Der westliche Tourismus ist schon deutlich geschrumpft und durch „billige“ Pakettouristen aus Russland, China und Indien ersetzt worden. Eine Entwicklung, die stark mit den Problemen zu tun haben, die durch die Taxi- und Jetskimafia, mit Liegestühlen zugestellte Strände und unkontrolliertes Bauen zu tun haben.

Durch die von der Militärregierung angeschobenen Veränderungen besteht eine reelle Chance Phuket zu retten. Dazu muss die Korruption ausgemerzt werden, die Strände renaturiert werden, die Taximafia zerschlagen und ein preisgünstiges Metertaxisystem sowie ein öffentliches Nahverkehrssystem eingerichtet werden. Und das alles sehr zügig.

Vor allem müssen die jetzt begonnen Veränderungen gegen den Widerstand von einigen wenigen auch über die kommende Hochsaison verteidigt werden. Sollte dies scheitern dann wird auf Phuket wohl für immer die Korruption und Mafia das Sagen haben.

Was bedeuten die Veränderungen für Urlauber?

Derzeit gibt es so viele Nachrichten aus Thailand, dass keiner mehr so recht durchblickt. Grundsätzlich ändert sich für Urlauber nicht viel. Das Land ist sicherer denn je. Und dies gilt insbesondere auch für Phuket.

Die neuen Visabestimmungen sind eigentlich gar nicht so neu, sondern vielmehr die konsequente Umsetzung der bestehenden Bestimmungen. Hier gibt es mehr Infos zum Thailand Visum.

Auf Phuket wurden alle Liegestühle und Sonnenschirme von den Stränden verbannt. Die Strände sind so schön, wie schon seit dem Tsunami nicht mehr. Was mich und viele hier lebende Thais und Expats sehr freut ist für viele Touristen allerdings ein Ärgernis.

Die große Frage ist wo soll ich sitzen und mich vor der Sonne schützen.

Ich denke, dies ist eine berechtigte Sorge. Allerdings gibt es weltweit unzählige Urlaubsorte, deren Strände ohne Liegen auskommen. Wer nicht im Sand sitzen will bringt einfach ein Handtuch oder eine vor Ort erworbene Strandmatte mit. Und gegen die Sonne hilft eine Strandmuschel* oder Reisesonnenschirm*. Und Getränke bringt man einfach vom 7/11 selbst mit.

Auch das es nun keine Strandbars, Strandrestaurants oder Massagebuden mehr gibt, übrigens auch nicht in Khao Lak, stößt bei einigen ebenfalls auf Unverständnis. Ich persönlich finde das bei dem einen oder andern Lokal in dem ich gerne gegessen habe ebenfalls schade. Allerdings sehe ich hier einfach das größere Bild und freue mich, dass ich am Strand jetzt vor allem Sand und Palmen bzw Kasuarinen sehe und nicht ein Gebäude neben dem anderen.

Ja, die Säuberungsaktion hat viele Veränderungen mit sich gebracht und es wird sich zeigen, wie die Entwicklung weiter geht.  Aber die größten Herausforderungen, wie der Kampf gegen die Taximafia, die täglich Korruption auf lokalen Behörden, die Einführung von Insel weiten Metertaxen und einem Nahverkehrssystem etc. stehen noch an.

Und vor allem ist zu hoffen, dass das Momentum nicht verpuff und einzelnen Forderungen nachgegeben wird, wie leider bereits bei den Jetskibetreibern geschehen.. Sonst ist mit der kommenden Hochsaison wieder alles beim Alten.

Und dabei bin ich zwar so optimistisch wie nie, dass es klappen kann aber ich glaube es erst, wenn ich es sehe.

Wie ist Deine Meinung zur momentanen Situation in Thailand und der Säuberungsaktion auf Phuket?

Lass es mich in den Kommentaren wissen!

68 Kommentare
  1. Hugo Zimmermann
    Hugo Zimmermann sagte:

    Lieber Herr Prestele
    Ich bin mittlerweile über 40 Jahre hier ‚heimisch‘, mit der einen und gleichen Thai verheiratet. Leben seit 10 Jahren ‚on the Eastern Seaboard‘.
    Vieles in Ihrem .post. unterschreibe ich anstandslos. Aber der Militär-Pusch-Junta eine vorauseilende Absolution und Heiligenschein auszustellen (wie Friedensnobel-Auszeichnung an Barack H. Obama) ist dann doch (zu) gewagt. Nur mal hören und sehen, wer in diese ‚Regierung‘ zugelassen ist und mit welchen ‚Thesen‘ sie die (neue) Konstitution und das Wahlrecht in Zukunft für sich pachten wollen. Und, einen ‚Blanko-Scheck‘ an das Militär von wegen ’nicht bestechlich‘ (incorruptibles) à la ‚Intouchables‘ ist absolute Illusion.
    Also lassen wir uns überraschen; es wird hier Veränderungen geben, keine Frage, nur in welchem Umfang, durch wen, und ob die dann auch ein Segen für Land sind, bleibt zu hoffen.
    Chok dee krap

  2. Simone
    Simone sagte:

    Sebastian, Du sprichst mir aus dem Herzen. Super Artikel und Du hast alles auf den Punkt gebracht! Kompliment!

  3. Florian
    Florian sagte:

    Danke für Deine Gedanken zu dem Thema. Du blickst ja besser durch als Thailand-Reisende, wie ich. Deswegen will ich zu Thailand auch gar nix sagen.

    Wenn es zum Demokratieverständnis sagst, kann ich nur nicken zu dem, was Du gesagt hast.

    Zum einen gibt es Länder, in denen der Staat ohne faire Wahlen das Wohl der Bürger und des Landes im Sinn hat, z.B. China:
    http://blog.hiddenharmonies.org/2012/02/08/rethinking-democracy/
    (Dieser eine Artikel ist sehr zu empfehlen, der Rest des Blogs net so)

    Zum anderen gibt es Länder, in denen trotz fairer Wahlen der Staat nicht das Wohl der Bürger und des Landes im Sinn hat, z.B. USA:
    http://www.washingtontimes.com/news/2014/apr/21/americas-oligarchy-not-democracy-or-republic-unive/

    Ich denke Wahlen sind ein Ablenkungsmanöver und tun nicht viel zur Sache. Wenn die anderen Mechanismen im Staat nicht passen, dann helfen Wahlen nicht das geringste. Insofern würde es mich nicht überraschen, wenn der Putsch gut für Thailand ist.

  4. Sebastian
    Sebastian sagte:

    Danke für die Links. Das ist wirklich interessant, besonders die Demokratieanalyse im ersten.

    Ob der Putsch gut für Thailand ist wird sich noch zeigen. Die große Unbekannte ist ja eine ganz andere und ein Thema über das in Thailand nicht offen gesprochen werden darf.

    Dabei ist es eigentlich klar, dass es beiden Seiten also Gelb und Rot/ Demokraten und Pheu Thai, wie auch dem Militär nur um eine Positionierung für die Regelung der Nachfolge des jetzigen Monarchen geht.

    Ich empfehle Dir dazu mal nach thailands era of insanity zu googlen…

  5. Sebastian
    Sebastian sagte:

    Ich denke nicht, dass ich dem Militär eine Absolution erteilt habe oder Vorschusslorbeeren a la Obama. Allerdings ist es doch erstaunlich in welcher Geschwindigkeit Veränderungen eingetreten sind, die zuvor über Jahrzehnte undenkbar waren.

    Und das dabei sogar vor teils großen Namen nicht Halt gemacht wurde.

    Selbstverständlich ist klar, dass auch das Militär seine ganz eigenen Interessen vertritt und auch nicht frei von Korruption ist.

    Die große Unbekannte in diesem ganzen Machtpoker ist ja auch eine ganz andere und der Big Bang steht uns noch bevor. Was dann passiert und wer danach die Zügel der Macht in der Hand hält und was diese für das Land und auch uns hier lebende Ausländer bedeuten ist eine ganz andere Frage.

  6. Brigitte und Fritz
    Brigitte und Fritz sagte:

    Kompliment zu Deinem Artikel!

    Als nicht wirkliche Thailand Spezialisten können wir dazu auch gar nicht viel sagen, nur das wir uns für Thailand das allerbeste wünschen!
    Sehr wichtig wäre das Demokratieverständnis im ganzen Land.

    Liebe Grüße Gitti und Fritz

  7. Jürgen
    Jürgen sagte:

    Hallo Sebastian, Dein Artikel war wieder super. Seit 7 Jahren wohne ich nun auf Phuket, genauer gesagt in Patong. Aber immer nur die Wintermonate. Jetzt ab 01.10.2014 für immer. Ich wandere aus.
    Am 29.09. kommt der Container und am 30.09. der Flieger. Nun meine Frage: Meine Sachen werden per Schiff nach Bangkok gebracht. Was sollte man da beachten, damit der Hausrat schnellstens nach Patong kommt.
    Schon wäre es, wenn Du dazu einige Hinweise geben könntest.
    Einige Hinweise bezüglich Krankenversicherung hast Du mir schon gegeben, für die ich dir sehr dankbar bin.
    Ich gehe davon aus, dass wir uns sicherlich einmal persönlich kennenlernen werden.
    Bis dahin liebe Grüße
    Jürgen

  8. Jürgen
    Jürgen sagte:

    Hallo Sebastian, die Situationsbeschreibung Phuket kann ich nur unterschreiben. Der Schwachpunkt ist offensichtlich die mangelnde Schulbildung. Hier sollte der Hebel angesetzt werden.
    Nach wie vor liebe ich Thailand. Das liegt natürlich in erster Linie an dem Klima, wenn man darüber hinwegsehen kann, dass die Thais leider ihr Land nicht so sauber halten können, wie die Bewohner Singapurs. Schade eigentlich.
    Da ich in Patong lebe, würde mich interessieren, wer den Touristen jeden Tag die Feuerwerkskörper verkauft, die regelmäßig jeden Abend abgefeuert werden. Da ich mit Ohropax schlafe, stört mich das aber nicht, jedoch viele Hotelgäste. Aber auch die Hotels können dagegen offensichtlich nichts machen. Stimmt es wirklich, dass der Bürgermeister von Patong daran verdient?
    Ich bin gespannt, ob die Strände auch in Patong so leer sind, wenn ich am 01.10. ankomme.
    Bis dahin liebe Grüße Jürgen

  9. Christian
    Christian sagte:

    Hallo Sebastian, als jemand der sich Demokratie erst erkämpfen musste und nicht frei Haus bekam habe ich natürlich meine Schwierigkeiten in Sachen Militärregierung, kann aber Deine Argumente durchaus nachvollziehen. Trotz Nebensaison war uns Phuket trotz seiner unbestreitbaren Schönheit teilweise schon suspekt, ich hätte allerdings nie geglaubt das scheinbar der Grossteil der touristischen Infrastruktur illegal war. Hier dient eine neue Ordnung der Geschäfte hoffentlich der Förderung des Gemeinwohls und nicht neuen Seilschaften und eine Abkehr vom allzu bequemen Massentourismus kann eigentlich der Insel nur positives bringen….
    Cheers
    Christian

  10. Sebastian
    Sebastian sagte:

    Hallo Gitti und Fritz,
    schoen, dass Euch der Artikel gefaellt.
    Ja, es waere wichtig, dass das ganze Land ein echtes Verstaendnis fuer Demokratie entwickelt.

    Viele Gruesse,
    Sebastian

  11. Sebastian
    Sebastian sagte:

    Hallo Juergen,
    Du solltest auf jeden Fall vorab den Weitertransport nach Phuket buchen und der Firma, die den Import uebernimmt alle Unterlagen zur Verfuegung stellen. Import ist bis max 6 Monate nach Umzug zollfrei.

    Viele Gruesse,
    Sebastian

  12. Sebastian
    Sebastian sagte:

    Das Problem bei der Schulbildung ist auch, dass Thailand zwar 20% des Haushalts fuer Bildung ausgibt und insgesamt die hoechsten Ausgaben fuer Bildung in ganz Suedostasien hat, aber gleichzeitig eines der schlechtesten Schulsysteme. Schuld ist auch hier die Korruption…

    Der Buergermeistern bzw Ex-Buergermeister mittlerweile ist er ja doch nicht mehr hat an allem verdient was in Patong vor sich ging. Warum nicht auch bei den Boellern:)

  13. Sebastian
    Sebastian sagte:

    Hallo Christian,
    Demokratie, wenn sie denn wirklich demokratisch ist und nicht nur Schein ist auf jeden Fall erstrebenswert. Aber in Thailand war es leider mehr Schein als Sein.

    Auf Dauer sollte natuerlich ein politisches System aufgebaut werden, dass tatsaechlich dem Volk die Macht gibt und nicht einer kleinen, reichen Elite.

    Mit der Abkehr vom Massentourismus gebe ich Dir voll recht.

  14. Sabine
    Sabine sagte:

    Hallo Sebastian,
    mit der großen Unbekannte hast Du absolut Recht,da haben wir ja schon im Mai drüber gesprochen.
    Ich verfolge im Wochenblitz was sich auf Phuket tut und das scheint eine ganze Menge zu sein,was für die Insel nur zum Vorteil sein kann wenn es dann auch dabei bleibt.
    Dann kommen auch vielleicht die Touristen wieder die jetzt wegbleiben.
    In den letzten Jahren hat vieles Überhand genommen,so konnte es auf Dauer nicht weiter gehen.
    Wir können deinem Bericht voll zustimmen.
    LG Sabine & Georg

  15. Rainer Wollenweber
    Rainer Wollenweber sagte:

    Hallo Bastian,lebe seit 6 Jahren im Isaan,Nähe Pakchong.Hab schon viel gelesen in Thailand,über Thailand,oder von Farangs in Thailand,die Thailand meinen besser zu kennen,als die Thais selbst.Ich bin über deinen Kommentar richtig erfreut,Du hast genau den Nagel auf den Kopf getroffen,deswegen gibt es von mir auch keinen sonstigen Kommentar dazu,weil was gut ist,sollte auch so stehen gelassen werden.Gruß Rainer

  16. Sebastian
    Sebastian sagte:

    Hallo Rainer,
    das freut mich, dass Du meine Einschaetzung teilst. Ich bin da natuerlich auch etwas beeinflusst von der Meinung im Sueden. Wie sehen die Menschen im Isaan denn die gegenwaertige Situation?
    Viele Gruesse von der Insel,
    Sebastian

  17. Jürgen
    Jürgen sagte:

    Danke für den Hinweis. Ich gehe aber davon aus, dass der Transport eigentlich klappen muss, für den die Spedition immerhin 5.000 € kassieren wird. Meine Frage ist, ob es ratsam ist, noch in Deutschland ein neues Visa zu beantragen, da mein (Jahres) Visa bereits im Dezember 2014 ausläuft. Also bei Ankunft des Containers nur noch 3 Monate Gültigkeit hat. Ich müsste dann sowieso erst nach Berlin, da ein Konsulat kein Jahresvisum ausstellen darf. Sofern diese Information überhaupt stimmt.
    Zum Thema: Strandaktion. Ist der Strand in Patong jetzt auch schon „sauber“?
    Liebe Grüße Jürgen

  18. Helmut
    Helmut sagte:

    Ein sehr interessanter Artikel und ich stimme fast in allen Punketen überein. Nur nicht in der zur (fast) Gottheit erhobenen westlichen Demokratie der ach so „Gebildeten“. Tut mir leid, aber das finde ich infam. Deutsche wählen keinesfalls intelligenter als Thais. Ich gehe sogar noch weiter: Die doch so „dumme“ Bevölkerung hat ihre Stimme wenigstens jemanden gegeben der ihnen etwas dafür bezahlt hat. Die Phuketmafia ist ja nicht auf Taksin oder seine Schwester zurückzuführen. Hier wird ja ein ganz falsches Bild dargestellt.
    Erstens muss man einmal wissen, dass die Korruptionsmafia ihr Wurzelwerk in den chinesischen Immigranten hat. Die Chinesen sind nicht nach Thailand gekommen um hier als billige Arbeitskräfte ihr Leben zu fristen, sondern um sich mit den thailändischen Ressourcen ein Geschäft und aufzubauen. Fast jeder reiche Thai hat chinesische Wurzeln.
    Auch die Korruption gab es schon lange vor Taksin und auch ohne ihn wären heute die gleichen Verhältnisse in Phuket.
    Die Korruption ist für meine Begriffe allerdings noch weitaus schlimmer: Ich lebe im Nordosten dem Isaan und hier ist jede einzelne öffentlich bedienstete Stelle erkauft (es sei denn jemand hat sie schon länger als 15 Jahre). Wenn hier eine Stelle ausgeschrieben wird, dann geht es bei der Bewerbung nicht um etwaige Fähigkeiten des Bewerbers, sondern wieviel er für eine Anstellung bezahlt. Selbst die Leute von der Müllabfuhr müssen sich ihre Anstellung (der Preis liegt zur Zeit bei einem halben Jahresgehalt) kaufen. Da muss es einfach einmal eine Gegenbewegung geben. Denn der Preis für höhere Anstellungen hat völlig unverhältnismäßige Höhen erreicht (zum Teil weitaus mehr als derjenige offiziell sein Leben lang verdienen kann).
    Also die Korruption in den Griff zu bekommen ist sicher ein Kampf gegen eine Krake mit 1000 Armen.

  19. TravelTipps (Dirk)
    TravelTipps (Dirk) sagte:

    Ich kenne Thailand auch sehl lange und bin bestimmt 2x im Jahr für einige Monate unten. Wer sich mit der Geschichte befasst hat und die Mentalität der Thai kennt, der weiß das die Aktion lange fällig war. Ich finde es absolut richtig das das Militär eingegriffen hat, auch wenn die Ausgangssperre anfangs wirklich nervig war (und wahrscheinlich jede Menge Geld gekostet hat). Ich war zur Anfangszeit auch in Bangkok und habe die Lage mitbekommen. Das was ich täglich lese (Phuketwan zB) sollte vielleicht für andere Länder auch erwogen werden.

    Zum Beispiel der Rückbau am Strand, der ja jetzt rigoros durchgezogen wird, die Eindämmung der Taximafia…Klasse!!!

    Gruß Dirk

  20. Jürgen
    Jürgen sagte:

    Es ist schlimm genug, dass erst Militär eingesetzt werden muss, um Ordnung zu schaffen. Ich lebe seit 7 Jahren die Wintermonate in Patong und werde zum 01.10. dorthin auswandern, aber nicht wegen des Landes, auch nicht wegen der Thais, sondern nur wegen der Wärme. Den Stand am Strand, wo ich immer meinen Capuschino bei dem Italiener getrunken habe, werde ich dann wohl vermissen. Es macht mich nämlich sehr traurig, dass die Thais ihr Land so verkommen lassen. Ich kann den Dreck einfach nicht mehr sehen. Mülltrennung ist ganz unbekannt. Alles kommt in eine Tonne. An die Tatsache, dass die Thais laut sind, muss man sich gewöhnen. Dass die TukTuks mit Lautsprechern ausgestattet sind, um möglichst viel Krach zu machen, ist auch nicht zu ändern. Sobald es dunkel wird, gehen am Strand die Feuerwerkskörper hoch. Auch das stört schon niemanden. Dauergäste müssen es eben hinnehmen. Es kommt auch vor, dass ich älteren Thais über die Straße helfen muss, da die Bedeutung der Zebrastreifen völlig unbekannt ist. An einigen Straßenkreuzungen wurden jetzt Ampeln installiert. Meistens sind sie aber abgeschaltet. An der Strandstraße wurden jetzt Metallgeländer installiert. Das hat lediglich zur Folge, dass nun noch schneller gefahren werden kann, da keine „Bedrohung“ von Fußgängern die evtl. die Straße überqueren wollen zu erwarten ist. Sonst erschließt sich mir die Bedeutung dieser Bebauung nicht. Außer, dass es sicherlich ein Großauftrag war, wo wieder einmal viel Geld „daneben“ geflossen ist. Trotzdem komme ich am 01.10.2014 für immer nach Patong, da ich mich dann wieder um meine Tiere, überwiegend Katzen kümmern werde, für die die Thais nun gar kein Feeling haben, sondern sie nur am Tempel aussetzen. Schade eigentlich. Liebe Grüße Jürgen

  21. Sebastian
    Sebastian sagte:

    Ich glaube die missverstehst da etwas in meinem Artikel.

    Ich bin keinesfalls der Meinung, dass die westliche Demokratie besser wäre. Ganz im Gegenteil! Darum ja sogar der Hinweise, dass es auch Staatsformen gibt, die sehr gut funktionieren und nicht demokratisch sind.

    Dass in Deutschland nicht alles so demokratisch abläuft, wie das gerne dargestellt wird oder der normale Bürger denkt ist auch klar.

    Selbstverständlich stammt auch die Korruption nicht von Thaksin. Weder auf Phuket noch sonst wo. Thailand ist ein durch und durch korruptes Land. Und das war schon lange vor Thaksin so, der auch nicht korrupter als seine Vorgänger war.

    Das Militär kümmert sich nun zumindest um einige der seit Jahren vernachlässigten Baustellen und geht auch gegen die Korruption vor. Ob sie diese in den Griff bekommt, auch die Korruption in eigenen Reihen ist eine ganz andere Frage.

    Aber für den Moment sehe ich das Militär als eine recht gute (Übergangs-) Lösung an.

    Interessant auch was Du über die Postenbesetzung im Isaan schreibst. War mir in diesem Ausmass nicht bewusst!

  22. Harald
    Harald sagte:

    Lieber Sebastian.
    Ich komme seit ca. 16 regelmässig nach Thailand. Zum Teil mehrfach im Jahr. Ich konnte mit meinen eigenen Augen die Veränderungen im Laufe der Zeit sehen. Vieles davon wurde ohne Mass und Ziel und ohne Rücksicht auf Land, Leute und Natur verändert. Es war höchste Zeit, dass jemand das Ruder rumreisst und eine neue Richtung einschlägt. Ob das Militär alles richtig machen wird, wird sich zeigen. Aber dass, was es bereits geleistet hat, ist mehr, was in den vergangenen 20 Jahren die bisherigen Regierungen vollbracht haben. Daher bin ich voll und ganz Deiner Ansicht, dass es eine dringend Notwendige Massnahme war und man sehen wird, was daraus wird. Meine Frau und ich haben uns, trotz aller Wiedrigkeiten, im Süden der Insel ein schönes Anwesen zugelegt und fühlen uns rundum wohl auf der Insel. Wir werden im kommenden Dezember anreisen um dann für knapp 3 Monate dort zu verweilen. Ich bin der Meinung, dass das was jetzt kommt, fast nur besser werden kann. Herzliche Grüße Harald

  23. Jürgen
    Jürgen sagte:

    Die Vorgehensweise der Militärregierung halte ich für völlig unüberlegt und überzogen, denn was sollen jetzt die Menschen machen, die von der Vermietung von Liegestühlen oder vom Verkauf von Getränken bisher gelebt haben. Statt von denen jetzt eine Gebühr zu verlangen, wird alles abgerissen, was jahrelang geduldet wurde. Das Versteht kein Mensch. Die Gäste werden von dieser Vorgehensweise jedenfalls wenig begeistert sein. Oder bekommen diese Menschen jetzt andere Tätigkeiten zugewiesen? Habe ich bisher nicht gehört. Also, bevor Beifall gespendet wird für die Militärregierung, bitte über die Konsequenzen, das heißt den Folgen der Handlungen nachdenken.
    Gruß Jürgen

  24. Klaus
    Klaus sagte:

    Hallo Sebastian, bin 72, seit 2008 in Thai – und mit einber Thai (Schneiderin unbd Design) verheiratet. Das nur zur Info.
    Ich teile alles, was in diesem Artikel geschrieben wurde. Auch die Hoffnung, dass es diese Leute schaffen werden, die vielen Krebsgeschwuere auszumerzen. Dass es immer wieder Menschen gibt, ob Farang oder Thais, denen das nicht gefaellt, weil sie sich nun um vieles illegale gebracht sehen, ist klar und verstaendlich.
    Aber wenn nun der Asean Pakt greift, dann wird Thailand am Ende stehen, wenn diese in Gang gesetzten Reformen nicht greifen. Aber ich bin sicher, dass nun auch die laendlichenThais begriffen haben, wo es lang geht.
    Klaus

  25. Sebastian
    Sebastian sagte:

    Natuerlich ist es fuer die Menschen, die ihren Job verloren haben tragisch. Aber man darf dabei einfach nicht vergessen, dass sie Taetigkeiten ausgefuehrt haben die grundsaetzlich illegal waren. Die Geschaefte, Restaurants, Liegestuehle etc wurden auf oeffentlichem Grund und Boden betrieben ohne dafuer Steuern zu bezahlen. Es wurde auch nicht geduldet, sondern durch Bestechungsgelder an korrupte Offizielle ermoeglicht.

    Und das musste einfach enden!

    Es geht hier nicht um ein paar Einzelschicksale oder die Touristen, die nun leider keinen Liegestuhl mehr bekommen, sondern um den Kampf gegen die Korruption. Und bei den Ausmassen, die diese angenommen hat waren drastische Massnahmen noetig.

    Ob diese nun langfristig fruchten oder nicht wird sich zeigen.

  26. Klaus
    Klaus sagte:

    Man darf nicht nur die Liegestuehle und den anderen Kram sehen, es geht hier ums ganze Land, das jahrelang korrupt gefuehrt wurde, und nun endlich ein Licht am Ende des Tunnels vor sich sieht. Mehr will ich nicht kommentieren.

  27. Jürgen
    Jürgen sagte:

    Hoffentlich ist das Licht am Ende des Tunnel nicht der entgegenkommende Zug. Aber im Ernst. In sieben Wochen werde ich wohl erstmalig mit der Korruption konfrontiert werden, nämlich dann, wenn mein Container in Bangkok angekommen ist. Bin gespannt, welche „Auflagen“ (sprich Geld) dann noch zu erfüllen sind. Eigentlich ist alles bezahlt, um den Container durch den Zoll zu bringen. Aber durch Eure Beiträge bin ich jetzt auf alles vorbereitet. Was die Situation an den Stränden anbelangt, kann ich nur hoffen, dass die „freigesetzten“ Angestellten nicht ins kriminelle Milieu abrutschen, denn wo soll das Geld jetzt herkommen. Dann ginge der Schuss nach hinten los. Nach wie vor bleibe ich dabei, dass diese Aktion unsinnig war. Der Hebel hätte bei den Behörden angesetzt werden müssen, die das über Jahre geduldet und somit erst ermöglicht haben. Warum man bei den Jetskis eingeknickt ist, kann ich nicht nachvollziehen. Es wird eine aufregende Zeit für mich. Ich „freue“ mich aber jetzt schon auf die TukTuks die mit aufgedrehten Lautsprechern durch die Straßen und, selbstverständlich, auch über die Zebrastreifen rasen. Es wird also spannend werden.
    Gruß Jürgen

  28. Jürgen
    Jürgen sagte:

    und warum hat man sich nicht erstmal die „korrupten Offiziellen“ vorgenommen? Das ist doch genau der Punkt, der falsch gelaufen ist bei dieser Aktion.

  29. Ralf
    Ralf sagte:

    Hallo,

    ich sehe die Sache etwas zwiespaltig. Was die Militärregierung nun global vorhat, bzw. ändern wird/will kann ich nicht beurteilen, bzw. habe auch gar kein Recht dazu, da ich nur zweimal im Jahr als Farrang in Thailand bin, unter anderem auch in Khao Lak. Die Strandrestaurants, oder besser gesagt die Buden welche eben direkt am Beach waren fand ich bisher immer klasse. Ungezwungene, lockere Atmosphäre, preisguenstig und in den meisten Fällen auch sehr gut. Falls die nun illegal dort errichtet sein sollten dann finde ich muss man dem Militär mit ihrer Säuberungsaktion teilweise recht geben. Teilweise deswegen….muss es gleich ein Abriss sein? Hätte man nicht eher die bisher entgangenen Steuern in Raten zurückzahlen lassen können? Natürlich ist es auch schön einen naturbelassenen Strand vorzufinden, aber diese Strandbars/Restaurants von denen ich jetzt rede waren keine Betonklötze, nicht mal Klötzchen, mit seinen Bambusstühlen und Tischen und Dächern aus Palmblättern passten die ganz gut in das Bild. Auch waren die dort angebotenen Liegen nicht so zahlreich vertreten das man dort nicht mehr vorbeilaufen konnte. Schade drum das es das wohl nicht mehr gibt. Ein Stück Flair ist für mich verloren gegangen. Aber..das ist ja alles nur meine Meinung und andere sehen das aus einem ganz anderen Blickwinkel als ich.

    In diesem Sinne
    Liebe Grüsse
    Ralf

  30. Jürgen
    Jürgen sagte:

    Hallo Ralf, du hast die Situation sehr gut beschrieben. So sehe ich das auch, zumal ich bisher zwar nur in den Wintermonaten in Patong gelebt habe, aber ab Oktober nun für immer. Meine Befürchtungen, dass die Mitarbeiter nun ohne Arbeit auf der Straße stehen, treffen offensichtlich nicht zu, da man für diese Leute Arbeit beschaffen will. lt. Blickpunkt. Ich hoffe für alle Betroffenen, dass sich die Situation wieder normalisiert.
    Die nächsten „Baustellen“ für mich wäre jetzt der Krach, (den die TukTuks mit ihren Lautsprechern machen) der teilweise rücksichtslose Verkehr (Zebrastreifen werden nicht beachtet) und der Dreck; denn von Mülltrennung wird ja noch nicht geredet.
    Die Kanalisation in Patong könnte auch mal überprüft werden, denn bei starkem Ragen steht Patong immer wieder unter Wasser. Die neuerbauten Hotels in Strandnähe haben „leider“ auch Tiefgaragen. So ein Pech.
    Wir werden die Entwicklungen sehr aufmerksam verfolgen.
    Grüße Jürgen

  31. Silko
    Silko sagte:

    Hallo Sebastian,

    dein Artikel gefällt mir. Du hast ja als „Phuketanier“ auch einen sehr guten Eindruck. Meine Beobachtung ist auch, dass die meisten Thais die Änderungen gut finden. Mich als „Tourist“ freut es auch. Ich freue mich auch auf die Metataxis. Die sollen ja sogar telefonisch zu rufen sein. Das klingt wie Science-Fiction^^. Der Insel ist es nur zu wünschen!

    Ich hoffe nur, dass es dann auch konsequent umgesetzt und kontrolliert wird und nicht die Taxen überall stehen, aber nicht bereit sind das Meter einzuschalten. Bin mal gespannt wie sich der Taxistand am Flughafen entwickelt. Seit der unverschämten Preiserhöhung von 500 Baht auf 800 Baht innerhalb von 2 Jahren, habe ich deren „Service“ boykottiert.

    Viele Grüße

    Silko

  32. Jürgen
    Jürgen sagte:

    Hallo Silko, in drei Wochen kann ich Dir berichten, was sich alles in Phuket positiv verändert hat, dann werde ich in Phuket landen und mich nach Patong fahren lassen. Bin schon sehr gespannt. Auch auf die Wartezeit im Flughafen vor der Immigration.
    In Patong selbst hat die Bügermeisterin schon mächtig aufgeräumt: Keine Krachmacher auf den Straßen und kein Feuerwerk mehr am Strand. Eigentlich kaum zu glauben. Mal sehen, wie lange das so bleibt.
    Liebe Grüße Jürgen

  33. Jürgen
    Jürgen sagte:

    Jetzt bin ich wieder, nach 5 Monaten Kälte in Deutschland, in Patong. Was hat sich geändert in dieser Zeit? Die Schlange nach der Landung vor der Immigration war immer noch zu lang, da lediglich nur 5 Schalter besetzt waren. Der Transport nach Patong kostet immer noch 8oo Bath, wie gehabt. Der Strand ist leer gefegt und wird nun nicht mehr gesäubert, da die Liegestuhlvermieter nicht mehr da sind. Ich habe den Eindruck, dass es auf den Straßen etwas ruhiger geworden ist, da nicht jedes TukTuk die Radioanlage so aufdreht. Den Lautsprecherwagen habe ich auch noch nicht wieder gehört. Dafür wird nach wie vor am Strand geknallt. Wir hatten vermutet, dass der ehemalige Bürgermeister an dem Feuerwerk verdient hat, aber der ist ja nun tot. Ich bin nun gespannt, wie man den vielen Gästen nun klar machen wird, dass sie ab sofort weder Liegen noch Sonnenschirme vorfinden werden. Viele dieser Gäste verbringen nämlich meist den ganzen Tag am Strand und haben teilweise einen sehr langen Anmarsch. Aber vielleicht kommt man hier zu einer vernünftigen Lösung. Ich bin gespannt.

  34. Jürgen
    Jürgen sagte:

    Hi Silco, ich musste so lachen, als ich noch mal gelesen habe: „Metataxis per Telefon erreichbar“. Aber noch ist es nicht so weit. In Patong kostet die Fahrt mit dem Taxi 200 Bath, egal wohin. Noch ist für mich keine Änderung sichtbar. Bis auf die fehlenden Liegemöglichkeiten am Strand. Brauche ich auch nicht, denn ich lebe lediglich 200 Meter vom Strand entfernt. In einem der drei Hochhäuser, die es in Patong gibt. Der Besitzer gehört der neuen Militärregierung an und jetzt Finanzminister. Der Sturm hat sich gelegt. Die Saison kann beginnen.
    Gruß Jürgen

  35. Werner
    Werner sagte:

    Ich kenne aus meinem Bekanntenkreis niemanden,der bereit ist,sich mit einem Handtuch oder einer Strandmatte auf den Strand zu legen.

  36. Birgit
    Birgit sagte:

    hallo…bin gerade durch zufall auf diese seite gestossen.. als ich hörte, dass liegen und sonneschirme von phukets stränden verschwunden sind…da hab ich mal gegoogelt 😉
    ich möchte mich hier nicht an politischen diskussionen beteiligen…. bin seit 1982 thailandreisende und kenne den damaligen naturstrand von patong nur zu gut… klar war das alles viel idyllischer als heute… da gabs allerdings auch nur sehr sehr wenige touristen dort…allerdings gabs auch damals schon vereinzelt liegestühle und sonnenschirme zu mieten :-)..
    ich gebe da meinem vorschreiber zu 100% recht… gerade phuket und patong lebt von den touristen…ich erinner mich noch gut an den tsunami im dezember 2004…ich war damals 3 wochen später dort…es waren kaum touristen dort…viele geschäfte und restaurants die nicht beschädigt waren mussten schliessen…vele angestellte verloren ihren job….weil fast alle ihre reisen storniert hatten… im nächsten jahr stiegen die touristenzahlen wieder an… ganz klar gerade phuket lebt vom tourismus… und nun ohne liegen und sonnenschirme am strand??? ist für mich ein „no go“…die touristen werden im nächsten jahr thailand meiden und sich andere ziele suchen…. die hotelanlagen haben wenn überhaupt nur ein paar liegen und schirmen am pool…die können die masse der touristen nicht auffangen… und dann bedenke man …es überwintern sehr viele rentner in thailand und gehen täglich an den strand… in der sonne auf handtüchern liegen oder sonnenschirm mitbringen mit 75 oder 80?? hallo? wer glaubt von euch ernsthaft das das funktioniert…und das die älteren menschen dazu bereit sind? wenn ich in thailand leben würde…würde ich vielleicht auch anders darüber denken aber nicht wenn ich meinen jahresurlaub von 3.4 wochen dort verbringe…. bei ca 35 grad ist es zudem auch nicht gerade gesund in der hitze zu verweilen….
    ich bin wirklich gespannt…bin im dezember/januar wieder in patong und hoffe wirklich dass man sich besinnt und zumindest die strände wieder mit liegen und sonnenschirmen bestückt… ansonsten müsste ich …trotzdem ich thailand als meine 2. heimat betrachte…nach anderen fernen zielen ausschau halten…und das wäre wirklich viel zu schade..

  37. Sebastian
    Sebastian sagte:

    Danke für den ausführlichen Kommentar.

    Ich fände auch zumindest an den Hauptstränden eine regulierte Zahl von Liegestühlen sehr sinnvoll. Gerade in Patong mit all seiner Bebauung und Massentourismus ist es eher grotesk einen „natürlichen“ Strand zu wollen.

    Das Problem war aber, dass eine Regulierung aufgrund der massiven Korruption und Gier der Betreiber nicht statt gefunden hat. Statt 2 erlaubten Reihen waren es 5 in Nai Harn während der Hochsaison sogar 7! Reihen. Wer keine Liege wollte wurde von den entsprechenden Strandabschnitten vertrieben.

    Mir ging es in dem Beitrag auch nie um den Sinn oder Unsinn Liegestühle und Sonnenschirme zu verbieten. Sondern um die Problematik der massiven Korruption und Selbstbedienungsmentalität in ganz Thailand und speziell auf Phuket. Das militärische Einschreiten(auch wenn klar ist, dass das Militär nicht weniger korrupt ist, nur in anderen Bereichen) wäre eine Chance gewesen da etwas zu ändern. Zum Zeitpunkt als der Artikel erschien sah es tatsächlich zum ersten Mal danach aus, dass sich wirklich etwas ändern könnte. Und da war das Verbot aller kommerzieller Aktivitäten an den Stränden eine gute Sache, um ein Zeichen zu setzen, dass es so nicht weiter geht. Unabhängig von den Auswirkungen auf den Tourismus, der gerade auf Phuket ohnehin immer weniger von westlichen Strandtouristen lebt, sondern immer mehr von russischen und asiatischen Gruppentouristen, die nicht an den Strand gehen.

    Aber mittlerweile hat sich gezeigt, dass die konsequente Arbeit der Militärs leider doch nicht so konsequent ist und es diverse Ausnahmen gibt, wie die Jetskis, die weiterhin am Strand sind. Auch die Taxis sind nicht billiger sondern teurer geworden. Die Abzocker fühlen sich wieder sicherer und so langsam aber sicher geht alles wieder seinen gewohnten, gesetzlosen Gang.

    Sehr schade. Eine historische Chance vertan.

  38. Bernd
    Bernd sagte:

    wir kommen seit 1983 jedes Jahr nach Phuket-aber jetzt bestimmt zum letzten Mal. Man kann doch von älteren Personen nicht verlangen-dass sie sich in den Sand setzen. Nein danke es gibt genügend andere Länder wo ausreichend Liegen und Sonnenschirme bereit stehen.

  39. Jürgen
    Jürgen sagte:

    Es ist mir völlig schleierhaft, wie man auf diese Einnahmequelle (Liegen und Sonnenschirme) einfach verzichtet. Offensichtlich ist der Bürgermeisterin dazu noch nichts eingefallen, wie man diesen Geldstrom umleiten könnte. In der Hauptsaison wird der Sturm der Entrüstung erst richtig los gehen. Die Jetskibetreiber haben eine Sonderregelung erhalten, da sie zugesagt haben, den Strand anschließend zu säubern. Als wenn das nicht sowieso eine Selbstverständlichkeit ist. Können die eigentlich jetzt die ganzen Einnahmen behalten?? Oder hält jetzt wieder ein anderer seine Hand auf.??
    Bei den Taxis hat sich nichts geändert. Der Lautsprecherwagen ist wieder unterwegs. Und Feuerwerk gibt es auch wieder jeden Abend bis in die Nacht.
    Die Vorgehensweise der Militärregierung war kurzsichtig. Aber damit müssen wir nun leben. Denn Fehler zuzugeben, ist nicht so einfach.
    Gruß Jürgen

  40. Bernd
    Bernd sagte:

    so wie wir,kommen doch die meisten Touristen nur um einfach einen schönen Strandurlaub zu verbringen-und dazu gehören nun mal Strandliegen und Sonnenschirme.Die meisten Touristen
    werden in Zukunft Thailand den Rücken zukehren und in andere Reiseländer ausweichen.Um Thailand herum sind soviele attraktive Länder mit herrlichen Stränden mit Liegen und Sonnenschirmen.
    Gruß Bernd

  41. Jürgen
    Jürgen sagte:

    Ja Bernd, so sehe ich das – leider – auch. Eine Änderung durch das Militär kann ich bisher auch nicht erkennen. Auch die von der Bürgermeisterin versprochene „Ruhe“, ist nun auch im Alltag untergegangen: Der Lautsprecherwagen (es sind jetzt 3) ist wieder unterwegs. Abends hat Patong wieder den Feuerwerk – Terror. Die Tuktuks sind lauter denn je. Bin auch gespannt, was mit den Neubauten passiert, die bisher unbewohnt sind und keine Hotels wurden (Beispiel: THE CHARM)
    In Europa gab es bisher immer nur Revolutionen vor einem Wechsel der Regierungsformen. Bin nun gespannt, wie es hier nun weitergeht, denn die Eurozone will mit dem Militär keine Verträge schließen.
    Gruß Jürgen

  42. marion
    marion sagte:

    Auch ich habe für März an der Karon Beach gebucht und werde genau verfolgen was sich weiter tut.Sorry ich verbringe nur meinen Uralub in Thailand und lebe sonst nicht da.Arbeite das ganze Jahr schwer um mich zu erholen.Da gehört aber dazu dass ich am Strand eine Liege benutzen kann und einen Sonnenschirm habe.Ich leg mich in meinem Alter nicht auf einem Handtuch in den Sand.Sollte sich die Situation nicht ändern,werde ich umbuchen.Ausserdem möchte ich mich nicht mit dem Problem Korruption in meinem Urlaub befassen,tut mir leid,wir haben genug eigene Probleme in unserem Land..sorry

  43. Jürgen
    Jürgen sagte:

    Hallo Bernhard, ich kann jedes Wort Deines Kommentars unterschreiben. Die Situation sehe ich genau so. Dass die Militärs heute schon sehr reich sind, ist ja nun kein Geheimnis mehr. Bis heute sehe ich auch keine positive Veränderung.
    Solange ich für meine 50 Bath Fahrgeld für den Omnibus von Patong nach Phuket keine Quittung sprich Fahrschein erhalte, gehen die Betrügereien auch weiter. Schlimm genug, dass den Militärs auch nichts anderes eingefallen ist, als die Liegestuhl Vermieter zu verjagen. Die Jetskis aber blieben.
    Dass der Bürgermeister jetzt medienwirksam selbst den Strand säubert, ist mehr als albern.
    Bleib also bei Deiner Meinung
    Gruß Jürgen

  44. Gidi
    Gidi sagte:

    Hallo zusammen.
    Leider beobachte ich die Vorkommnisse auf Phuket mit grosser Besorgnis.Ende Januar 2015 werde
    ich zum achten mal meinen Urlaub auf Phuket verbringen.
    Vielleicht aber auch zum letzten mal,wenn ich mich nicht genügend vor der Starken Sonne schützen
    kann.
    Ich wünsche allen einen schönen Urlaub………..mit oder ohne Korruption!!!

  45. Bernd
    Bernd sagte:

    hallo Ihr Lieben

    bin soeben von der Ostküste zurückgekommen- dort hat sich nichts geändert überall von Pattaya über Jomtien bis Rayong sind die Liegestühle wie eh und je am Strand- allerdings die alten Klappliegestühle.Meine Frau und ich überlegen jetzt Phuket endgültig den Rücken zu kehren
    und eventuell dort den Urlaub zu verbringen-denn Thailand lieben wir einfach zu sehr.
    Wir kennen Phuket seit ca.1983 natürlich damals war der Strand herrlich natürlich belassen
    fast ohne Liegestühle und Sonnenschirme-aber das war ja auch eine ganz andere Zeit -nur 3 – 4 Hotels am Strand(Holiday Inn – Patong Beach und Patong Merlin) kaum Touristen-aber heute -wer vor allem von den älteren Touristen möchte sich
    auf eine Badematte setzen?? Wir sind 75 bzw. 67 Jahre alt.Schade aber das wird zum Untergang von Phuket führen denkt denn eigentlich niemand weiter?????.

  46. Jürgen
    Jürgen sagte:

    Ich kann Euren Ärger verstehen. Es ist einfach nicht nachzuvollziehen, was sich die Militärs bei der Verbannung der Liegestuhl- und Sonnenschirmvermieter eigentlich gedacht haben. Zumal die Jetscis nicht vertrieben wurden. Wie rechnen die jetzt eigentlich ab?? Behalten die die Einnahmen jetzt ganz, so wie die Omnibusfahrer, die selbstredend immer noch keine Fahrscheine ausgeben.
    Im BLITZ habe ich gelesen, dass es einer Besucherin nicht erlaubt wurde, einen mitgebrachten Sonnenschirm für ihr Kind am Strand aufzustellen.
    Auch das rigorose Vorgehen mit Abrißgeräten ist völlig abartig. Rechtzeitig konnte der Besitzer noch ein Schreiben vorweisen, so dass das Abreißen gestoppt werden musste
    Seit 10 Jahren kennen wir Patong (einschließlich dem 26.12.2004) und haben seit dem 01.10. hier unseren Altersruhesitz, denn wir sind aus Deutschland ausgewandert. (Der Container kam am Montag)
    Den Untergang hier werden hautnah erleben. Denn wenn die ganzen Hotelbauten (teilweise Jugendherbergen mit Klimaanlagen) fertig gestellt sind, wird das die Infrastruktur (Strom, Wasser) völlig sprengen. Alleine wenn man sich vorstellt, dass alle Gäste über den widerlichen Berg nach Patong kommen müssen. Wer hat eigentlich mal die Hotel-Kapazität analysiert? Das Genehmigungsverfahren der Hotelbauten würde mich auch mal interessieren. Besonders der Bauten, die am Strand neben dem Graceland-Hotel gebaut wurden. Seit 4 Jahren stehen die leer und verrotten.
    Soweit für heute
    Jürgen

  47. Joe
    Joe sagte:

    Hallo Sebastian,

    ich bin bisher nur 2x in Thailand (Phuket) gewesen und bin natürlich nicht gut über die internen Verhältnisse informiert. Deshalb erst mal vielen Dank für die Infos.

    Korruption gehört ausgemerzt, ganz klar. Ob das gelingt … wir werden sehen.

    Aber 3 Dinge machen mich doch sehr nachdenklich und lassen eine gewisse Skepsis aufkommen:

    1. Zur Korruption gehören immer 2
    Es gibt nicht den einen gemeinen Mafiosi. Damit ein System der Korruption funktioniert, müssen alle mitmachen. Dieser Umstand scheint in Thailand leider gegeben zu sein. Will sagen, auch der „kleine Mann“ gehört großteils zu den Korrupten. Und daraus folgert etwas, was einem schon Angst machen sollte; nämlich, dass rein statistisch die Wahrscheinlich sehr groß dafür ist, dass auch die Militärs genauso korrupt sind, wie alle anderen bisher auch. Nur, dass die neuen korrupten nun auch noch ganz legal Waffen zur Durchsetzung ihrer Forderungen besitzen.

    2. Leid tragend sind die Arbeitnehmer
    Du hast es ja auch schon angedeutet. Viele Menschen verlieren nun ihren Arbeitsplatz. Was tut denn die Regierung, um das Überleben der Familien zu sichern, die einfach nur einen Job in einem Restaurant angenommen haben? Ist es wirklich wichtiger, dass die Strände hübsch aussehen (ich finde das Bild oben links übrigens hübscher als das oben rechts), als dass die Menschen Arbeit haben? Die Arbeit der Menschen ist ja eine, die nachgefragt wurde (von dir und mir z. B.) und dem Land Wohlstand beschert hat (dem einzelnen Arbeitnehmer). Wenn der Staat den nun Arbeitslosen entsprechende Ausgleichszahlungen, staatliche Lizenzen für Sonnenschirmvermietung oder andere Jobs zukommen lässt, ist ja alles gut. Aber ist das so?

    3. Der wirtschaftliche Einfluss auf den Tourismus
    Thailand lebt meines Wissens nach in erheblichem Maße vom Tourismus. Und das Geld kommt eben nicht nur bei einigen wenigen an; die arbeiten nämlich nicht. Vielmehr verdienen die vielen Arbeitnehmer damit ihren Lebensunterhalt. Wenn mir nun aber gesagt wird, ich möge bitte um 22 Uhr schlafen gehen und mich mit einem 7/11 Wasser im Sand aalen, gegen die Sonne einen Schirm kaufen, der anschließend auf dem Müll landet, nur noch da essen gehen darf, wo es mir das Militär vorgibt, und und und, dann wird Thailand auf mich als Touristen verzichten müssen. Für mich als Europäer nicht weiter schlimm, ich fliege einfach in die Karibik oder sonst wo hin. Aber für die Wirtschaft in so Orten wie Nai Yang (Phuket) ist das ganz sicher eine Katastrophe, wenn das Schule macht.

    Und ganz nebenbei: den Begriff Säuberungsaktion sollten wir als Deutsche uns echt verkneifen!

    Beste Grüße nach Thailand
    Joe

  48. Joe
    Joe sagte:

    Ich verstehe nicht, worin das Problem an Liegestühlen auf öffentlichem Grund besteht.

    Das dafür jemand unberechtigterweise Geld kassiert, ist doof … von dem, der es zahlt.

    Warum wird nicht einfach alles belassen, nur dass die Gelder ab sofort an die Regierung (Steuern, Lizenzgebühren, …) gezahlt werden? Dann hätten die Menschen eben weiterhin einen Job.

  49. Joe
    Joe sagte:

    Sorry, aber ich halte beide Annahmen für Träumerei.

    Die Macht an sich reißen, heißt sie haben und vor allem behalten zu wollen. Das kann unsereins sich vielleicht nicht vorstellen, aber jemand, der um Machtübernahmen ringt, gibt sie nicht freiwillig ab. Das ist überall auf der Welt so (ob Merkel oder sonst wer).

    Abkehr vom Massentourismus? Überall auf der Welt, selbst hier in einem kleinen Vorort von Hamburg buhlen die Gemeinden nach der Ausweitung des Tourismus; wirklich überall. Das Geschwätz vom „sanftem Tourismus“ spiegelt in keiner Weise die Geldgeilheit der Menschen wider. Auch ich hätte gerne, dass das aufhört, aber so läuft es nun mal. Geld regiert die Welt. Massentourismus wird nur dort gestoppt, wo einzelne Reiche bereit sind, so viel Geld auf den Tisch zu legen, das zwar der Gegenwert nicht stimmt aber eben dafür nur ein paar wenige kommen.

  50. Joe
    Joe sagte:

    Hallo Jürgen,

    ich empfehle dir dringend, mal einen anderen Ort als Patong auf Phuket zu besuchen. Da gibt es durchaus erhebliche Unterschiede. Ich kann dir z. B. versichern, dass es in der Nai Yang Bucht keinerlei Feuerwerk gibt, keine Jetskis, Paragleiter o.ä.. Aber es gibt eben auch kein Einkaufszentrum mit europäischem Angebot (und Preisen). Du musst dich nur entscheiden.

    Gruß
    Joe

  51. Jürgen
    Jürgen sagte:

    Die Entscheidung ist gefallen: Die (stinkenden, krachmachenden) Jetskis bleiben, obwohl sich eine Mehrzahl der Urlauber in Umfragen dagegen ausgesprochen haben. Auch hier zählt, wie immer und überall, die Macht der Banken, denn die Skis sind geleast und müssen bezahlt werden.
    Dass für die Liegen und Sonnenschirme keine anständige, besucherfreundliche Lösung gefunden wurde, ist bedauerlich.
    Bin gespannt, wie es weiter geht
    Gruß Jürgen

  52. Sebastian
    Sebastian sagte:

    Ja, ist leider sehr traurig!
    Persönlich bin ich über das Verschwinden der Liegen und Sonnenstühle an den kleineren Stränden sehr froh. Aber an den touristischen Hauptstränden wie Kata, Karon und Patong ist es ein totales Desaster.
    Und dass nun die Jetskis bleiben dürfen, die die größten Abzocker von allen sind, die die überwiegende Mehrheit der Urlauber nicht haben wollen ist der absolute Wahnsinn.
    Auch die Taxen sind nicht wirklich billiger geworden, sondern teurer. W
    Ich bin sicher, dass Phuket die Quittung zur nächsten Hochsaison bekommt, wenn es hier so richtig ruhig wird. Und dann werden sich die offiziellen darin überbieten Ausreden zu erfinden und die Schuld den Ausländern zu geben….

  53. Jürgen
    Jürgen sagte:

    Wenn ich im TIPP (Ausgabe 12.2014) lesen muss, wie sich die Polizei regelmäßig ihre Bezüge auffüllt, kann ich nur feststellen, dass Thailand im Chaos versinkt. Daran ändert auch die Militärregierung nichts. Es sei denn die Gehälter werden deutlich angehoben.
    Eine positive Veränderung kann ich in Patong nicht feststellen.
    Gruß Jürgen

  54. Birgit
    Birgit sagte:

    …ich bin ja sowas von gespannt….;-)…heute abend gehts los richtung phuket via abu dhabi…
    dann werd ich sehen…wie und was sich dort verändert hat….

  55. Bernd
    Bernd sagte:

    immer mehr meiner Freunde verlassen Phuket oder fliegen gar nicht mehr hin.Patong Beach ohne Liegestühle und Sonnenschirme-das war mal schön vor 35 Jahren -aber heute- das ist wohl der Untergang von Phuket.Vietnam freut sich schon auf viele neue Gäste.

  56. Jürgen
    Jürgen sagte:

    Hallo Bernd, es wird nicht der Untergang von Phuket sein, aber von Patong in jedem Fall. Was sich hier am Strand abspielt, spottet jeder Beschreibung. Es ist einfach unzumutbar und wird die Urlauber vertreiben.
    Ich frage mich natürlich, was war der eigentlich Sinn und Zweck der Machtübernahme durch das Militär. Die Polizeireform wird ja wohl (laut TIPP) nicht kommen.
    Das große Problem wird sich zeigen, wenn alle noch im baubefindlichen Hotels und Condos fertig sind. Die Infrastruktur (Wasser, Strom, Müll) ist heute schon überfordert.
    Und wann fährt der erste (öffentliche, museumsreife) Bus ohne Bremswirkung über den Berg?. Dem Nadelöhr von Patong.
    Ich war noch nie in Vietnam. Das wird sich jetzt ändern.
    Schöne Weihnachten trotz allem
    Jürgen

  57. Birgit
    Birgit sagte:

    …so…mein erster eindruck….est wieder ruhiger in patong geworden..was sehr angenehm ist…allerdings beklagen sich auch die restaurantbesitzer…so wie eines der ersten und grössten am ort über wenig touristen…wir sehen es…abends ist das seafood restaurant nur halb gefüllt… was aber wohl mehr am rückgang der russischen touristen liegt…wegen des rubels….
    der strand…nu ja geschmackssache…eigentlich ziemlich voll…alle auf handtüchern und sonnenschirmen und ein paar auf mitgebrachten klappliegen und stühlen… es macht aber keiner einen unzufriedenen eindruck …auch gehört hab ich noch nichts von anderen touris…
    da wir sowieso meist am hotelpool unter palmen verbringen…die es ja am strand kaum noch gibt… ist uns das strandgeschehen nicht so wichtig… wenn ich ins meer will…geh ich über die strasse und bin schon da… die pool liegen sind nicht mehr belegt wie sonst die jahre auch….
    also alles in allem …für uns kein unterschied….
    sonnige grüsse Birgit

  58. Jürgen
    Jürgen sagte:

    Schön, Birgit, dass es für Dich keinen Unterschied darstellt, obwohl Du gesehen haben musst, wie die Gäste jetzt jeden Tag ihre Liegen und Sonnenschirme heranschleppen müssen. Denn die schattenspendenden Bäume sind nicht überall. Nicht jeder hat das Hotel soeben mal über der Straße.
    Die Maßnahmen der Regierung werden sich auf jeden Fall negativ auswirken, denn viele Langzeiturlauber (auch ältere Menschen und Familien mit Kindern) haben Patong nämlich auch wegen der Möglichkeit gewählt, den ganzen Tag am Strand zu verbringen. Und auf der Erde im Sand, auch auf einem Handtuch, zu liegen, ist nicht Jedermanns Sache

    Es ist bedauerlich, dass einer Regierung nichts anderes eingefallen ist, als im Hauruck Verfahren die Liegen und Sonnenschirme Vermieter zu verbannen. Bis auf die Jetskis. Hier half wohl ein Anruf der Banken bei der Bürgermeisterin, denn die Stink- und Krachmacher, die ja noch nicht bezahlt sind, müssen weiter fahren. Und waren aus diesem Grund nicht mal einen Tag verschwunden!!
    Ansonsten hat sich nichts verändert. Außer, dass die neu installierten Verkehrsampeln nun nicht mehr in Betrieb genommen werden.
    Dass die Fahrzeuge weiter über die Zebrastreifen brettern, gilt wohl als besonderer Hinweis darauf, was die Thais von ihren Gästen halten.
    Aber damit werde ich leben müssen. Du fährst wieder nach Hause – ich nicht.
    Schönen Urlaub
    Lieben Gruß Jürgen

  59. Andreas
    Andreas sagte:

    Die Aussage, die Liegestuhl-Vermietung und Strandrestaurants wären alle illegal und von einer korrupten Strandmafia betrieben, ist so nicht richtig.

    Dazu einige Fakten:

    Die verwaltende u. gesetzgebende Behörde für die Strände ist die Küstenschutz- u. Fischereibehörde. Diese hat vor über 40 Jahren den dort ansässigen Familien ein Nutzungsrecht erteilt. Dazu zählten auch die Vermietung von Liegestühlen & Sonnenschirmen, sowie das Betreiben von Strandrestaurants. Dieses Recht war nicht übertrag- oder veräußerbar, und es durften keine festen Bauten installiert werden. Mobile Bauten, wie z.B. Zelte, wurden genehmigt.

    Dass dieses irgendwann ausgeufert ist, steht ausser Frage. Die Gemeindeverwaltungen haben es versäumt, regulierend einzugreifen, aus welchen Gründen auch immer. Grundsätzlich aber wurden Geschäfte für alteingesessene Familien von höchster Stelle erlaubt. Dieses Recht wurde nach dem Tsunami vom damaligen Gouverneur nochmals ausdrücklich bestätigt. Die einzige Auflage war, dass wegen des enormen Zerstörungspotenzials die schweren Holzliegen gegen die leichteren weißen Kunststoffliegen ausgetauscht werden mussten.

    Der Dienstherr des Küstenschutzes ist die Thai-Navy. Diese hatte Anfang November 2014 auf Phuket zu einem Meeting eingeladen, zu dem Gemeindevertreter sowie über 3.000 Betroffene erschienen. Dort sagte der Thai-Navy General, dass das Nutzungsrecht der ansässigen Familien von Thai-Army General Prayuth unrechtmäßig einkassiert wurde. Er versprach den Familien, er werde alles dafür tun, um das alte Recht wieder zu installieren. Dass dies bisher noch nicht geschehen ist, beruht auf Machtkämpfen innerhalb der Armeeführung. Diese haben mit dem fortgeschrittenen Alter des Königs zu tun. Es brodelt gewaltig hinter den Kulissen.

    Eigentlich müsste es doch jedem zu denken geben, dass diese Verbote weder in Pattaya, Samui oder anderswo in Thailand durchgesetzt wurden, sondern allein auf Phuket. Dass die Liegestühle und Restaurants überhaupt verboten wurden, könnte noch einen ganz anderen Grund haben als Naturverbundenheit, die Sorge um den öffentlichen Raum und die Bekämpfung der sogenannten ‚Strandmafia‘. Diejenigen, die am meisten von dem Verbot profitieren, sind die mächtigen Hotelkonzerne. Sie haben ein großes Interesse daran, dass ihre tausende Gäste an den eigenen Pool-Landschaften liegen. Denn dann rollt der Rubel, und es schmunzeln die Banditen. Ihre Manager versuchen schon seit vielen Jahren, Phukets Strände zu „säubern“ und als Privatstrände zu vermarkten. Nur ließ die Gesetzeslage das nie zu. Aber jetzt ist das Zivilrecht ausser Kraft, und der kleine Bürger ist völlig machtlos.

    Es gab vergangenes Jahr mehrere Treffen hochrangiger Hotelmanager und dem Gouverneursstab, die Karten wurden neu gemischt. Es wird vermutet, dass viel Geld unter dem Tisch hin und her geschoben wird, nicht ganz untypisch in Thailand. Und dass Gouverneur Nisit seine Anweisungen von einem der höchsten Offiziellen von Phuket erhält, dem ranghöheren Vize-Polizeichef von Phuket, Police Major General Pawin Pongsirin. Dieser mächtige Mann ist der Schwiegersohn des Besitzers der größten Hotelanlage Kamalas, dem Sunwing und Sunprime Resort, einem riesigen Komplex mit mehreren hundert Zimmern, vielen Pools, eigenen Restaurants, Bars, Souvenirshops, Spas, Massage- u. Beautysalons. So ein Zufall.

  60. Sebastian
    Sebastian sagte:

    Alles richtig. Aber schau mal auf das Datum an dem der Beitrag erschien. Da war noch nicht abzusehen, wie es sich entwickelt. Und dass eine Änderung auf Phuket dringend nötig war ist wohl nicht zu bestreiten. Wie sie sich entwickelt hat ist natürlich leider eine ganz andere Sache….

  61. Andreas
    Andreas sagte:

    Sebastian, mein Beitrag soll keine Kritik sein, sondern der Aufklärung dienen.

    Es ist die weitverbreitete Meinung, dass es höchste Zeit war, dass das Militär gegen die TukTuk-Mafia, Taxi-Mafia, Liegestuhl-Mafia, Strandverkäufer-Mafia usw. usw. vorgegangen ist. Irgendwie ist alles nur noch Mafia, selbst der kleine Ananasverkäufer am Strand, die Masseurin oder der Fahrer eines Chicken Bus. Das ist aber verläumdend und schlicht falsch, wie ich in meinem vorherigen Beitrag ausführlich beschrieben habe.

    Meine Meinung ist, dass gewisse Missstände aufgebläht und Sündenböcke gesucht werden, um davon abzulenken, was gerade wirklich passiert. Nämlich Machtfestigung wichtiger Positionen aufgrund bevorstehende Änderungen im Königshaus. Das Militär und der Polizeiapparat arbeiten Hand in Hand. Erst kürzlich wurden auf Phuket in einer Nacht- u. Nebelaktion 8 Polizei-Kommissariatsleiter ausgetauscht.

    Deshalb glaube ich nicht, das Thailands Militärregierung die Rettung für Phuket sein könnte. Im Gegenteil. Ich mache mir Sorgen,, dass wir ehemals-burmesischen Verhältnisse kriegen. Der kleine Mann ist bereits völlig entrechtet.

    Aber ausgerechnet die hier ansässigen ausländischen Medien wie Phuket Wan & Phuket Gazette usw. feiern die Militärregierung. Das ist mir unbegreiflich, und ich hoffe sehr für Thailands Zukunft, dass das Zivilrecht wieder in Kraft tritt.

  62. Jürgen
    Jürgen sagte:

    Lieber Andreas, ich danke Dir sehr für Deine beiden Beiträge. Muss jedoch zugeben, dass sie, obwohl interessant, mich sehr traurig stimmen. Das liegt aber vor allem daran, dass ich viele Dinge vermutet habe, auf die ich durch Deine Beiträge aber erst hingewiesen wurde.
    Das Militär und die Polizei sind so mit sich selbst beschäftigt, dass sie die Situation nicht in den Griff bekommen werden und vielleicht auch gar nicht wollen.
    Deine Hoffnung auf die Zukunft teile ich nicht. Denn Phuket und insbesondere Patong sind offensichtlich Goldadern, die man erst noch richtig plündern muss.

    Noch sind nicht alle bereits angefangenen Hotelneubauten fertig. Es stehen genug fertige Häuser leer. Ich laufe jeden Abend die Strandstrasse entlang und sehe wie die Häuserzeile neben dem Graceland langsam verrottet. Ein fürchterlicher Anblick. Tausende Busse fahren da täglich vorbei.
    Viele sogenannten Hotels, die in den letzten Jahren in Patong hochgezogen wurden, sind jedoch lediglich Jugendherbergen mit Klimaanlage und Internetzugang. Mehr nicht. Und haben auch zum großen Teile keinen Pool.

    Ich verfolge die Medien aufmerksam und bin überrascht, mit welcher Offenheit sie die Mißstände aufgreifen. Besonders das Durcheinander mit den Liegen und Sonnenschirmen am Strand, sowie die Müllsituation.

    Die derzeitige Situation ist so, dass die Liegenverkäufer in den Seitenstrassen auf die Touristen warten. Abends schleppen dann die Touris die Liegen mit nach Hause, denn am Strand dürfen sie ja nicht bleiben.
    Mülleimer gibt es auf dem ganzen Strand nicht mehr.

    Sonst hat sich nichts verbessert. Das Feuerwerk nachts bleibt uns erhalten, genauso wie die „Lautsprecher“ TukTuks. Und die Zebrastreifen behindern nur den Verkehr.

    Was soll das Zivilrecht ändern? Es ist doch traurig und schlimm genug, wenn sich gewählte Abgeordnete im Parlament nicht einigen können und erst das Militär eingreifen muss. Oder sind die Thailänder auf dieser Insel mentalitätsbedingt unregierbar? Oder liegt es doch (nur) an der Bildung?
    Wir werden sehen, was da noch auf uns zukommt.

  63. Sebastian
    Sebastian sagte:

    Naja, die weitverbreitete Meinung, dass es höchste Zeit war, dass sich etwas ändert ist ja auch sehr berechtigt. Dass der Begriff der Mafia von den Medien und in der Folge von den meisten Menschen, die diese Medien konsumieren, inflationär und meist vollkommen falsch verwendet wurde ist richtig.
    Das ändert aber nichts daran, dass das gesamte System auf Phuket vollkommen falsch ist. Es ist ein einziger Selbstbedienungsladen und jeder hat sich selbst in die Tasche gewirtschaftet. Das ging ganz oben los und zog sich bis zu den kleinen Strandhändler durch. Und ja auch wenn es für manche Touristen sehr angenehm war, und sich nicht jeder an den hässlichen Liegestuhlreihen, zugebauten Stränden, aggressiven Händler und den immer aggressiveren und teurer werdenden Taxifahrer gestört hat, so hat es hundertausende andere massiv gestört und davon abgehalten nach Phuket in den Urlaub zu kommen. Alleine die Zahl der deutschen Touristen ist von fast 300.000 vor einigen Jahren auf etwa 180.000 im Jahr gesunken. Bei anderen westlichen Nationalitäten sieht es ähnlich aus. Dafür stiegen die Zahlen der Russen und Chinesen. Und die meisten davon sind nicht unbedingt die Spendierfreudigsten. Nach thailändischer Logik wurden dann mangelnde Umsätze durch höhere Preise und schlechteren Service ersetzt. Was zu einem noch stärkeren Fernbleiben der Westler führte.
    Phuket hat sich über Jahre seine eigene Grube gegraben. In den westlichen Medien ist seit Jahren nur schlechtes über die Insel zu lesen.
    Und mit dem Militär und den angekündigten Änderungen bestand bei vielen langjährigen Residents und damit auch den lokalen Medien die Hoffnung, dass sich etwas zum Positiven ändern würde.

    Was aber in der Realität passiert ist, dass ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten.

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